European Song Contest
Wieder ausgeschieden

Vergeblich hoffte man auf ein Wunder: Die Schweiz hat es schon wieder nicht ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) geschafft. Dabei hatte Michael von der Heide einen respektablen Auftritt hingelegt.

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Voller Einsatz in Oslo: Michael von der Heide
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Rumänien Paula Seling und Ovi singen Rumänien mit «Playing With Fire» ins Final.
Slowenien Aus und vorbei ist nach einem peinlichen Auftritt für Ansambel Zlindra and Kalamari
Schweden Ausgeschieden: Die Schwedin Anna Bergendahl mit dem Liedchen «'This Is My Life».
Holland Ebenfalls nicht mehr dabei: Sieneke aus Holland.
Litauen Nicht mehr dabei: Inculto aus Litauen.
Georgien Sofia Nizharadze aus Georgien darf auch im Finale ran.
Bulgarien Miro aus Bulgarien: Flotte Show, schwacher Song. Er fliegt im Halbfinale raus.
Zypern Weiter im Rennen: Jon Lilygreen and The Islanders aus Zypren mit dem Song «Life Looks Better In Spring».
Aserbaidschan Haarige Sache: Safura aus Aserbaidschan. «Drip Drop» wird auch im Finale zu hören sein.
Israel Im Final mit dabei: Harel Skaat aus Isreal.
Dänemark Das Duo Chanee and N'evergreen ist im Finale am Samstag Abend mit dabei. Sie starten mit dem Sonng «'In A Moment Like This» als 25. und letzte der qualifizierten Teilnehmer.
Litauen Trotz Glitzerhotpants chancenlos: InCulto aus Litauen sind ausgeschieden.
Die Moderatoren Sie führen durchs Programm: Haddy Jatou N'jie (links), Erik Solbakken und Nadia Hasnaoui.
Ukraine Im Finale mit dabei: Alyosha aus der Ukraine it «Sweet People».

Voller Einsatz in Oslo: Michael von der Heide

Claudia Landolt

Mit dabei sind Georgien, Ukraine, Türkei, Israel, Irland, Zypern, Aserbeidschan, Rumänien und Armenien. Der gemeinsame Nenner dieser Finalisten ist leicht zu finden: Balladen, in der Regel vorgetragen von meist tollen Stimmen, sehr schönen und sehr jungen Frauen, deren Anblick das Auge betört - mit ellenlangen Beinen, prinzessinnengleichem Haar und glutäugigen Gesichtern.

Perfekte Lichtshow

Der Schweizer Beitrag war der schlechteste nicht. «Il pleut de l'or» wirkte live weniger fad, und Michael von der Heides goldener Frack harmonierte perfekt mit der Lichtshow, bei der es tatsächlich Gold regnete. Im Gegensatz zu manchen Konkurrenten verfehlte der 38-jährige Amdener auch keinen einzigen Ton.

Nein, es gab weit peinlichere Auftritte: Litauens Band Inculto etwa fiel primär durch einen schrägen Klamotten-Klamauk auf. Die Kroatinnen Feminnem zeigten Bein statt Stimme und tanzten barfuss über die Bühne, wie es die «Sex and the city»-Protagonistinnen nicht besser hätten tun können.

Die schwarze Serie der Schweiz geht also weiter, und es gibt keine Wiederauferstehung der einstigen helvetischen Grand-Prix-Tugenden. Selbst sein Glücksbringer, die Eurovisions-Medaille, die Paola Felix vor über 40 Jahren als Viertplatzierte erhielt und von der Heide für Oslo mitgab, half nichts. Woran es lag? Die Konkurrenz war zu gross, der Abstimmungs-Modus sprach gegen einen Schweizer Triumph, und die osteuropäischen Länder schoben sich wie immer untereinander die Punkte zu.

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