Westschweizer Hits in der Deutschschweiz mässig erfolgreich

Fernand Melgar und Fahad Khammas

Fernand Melgar und Fahad Khammas

Die Westschweizer Filme «La Forteresse» und «Home» laufen wohl nicht mehr sehr lange in den Deutschschweizer Kinos. Klar ist bereits: Die Besucherzahlen sind hier nicht annähernd so eindrücklich wie in der Romandie.

"La Forteresse" von Fernand Melgar sahen seit Mitte März rund 7000 Zuschauer in der Deutschschweiz. Das sei "kein schlechtes Resultat" für einen Dokumentarfilm, sagt Remo Bräuchi vom Filmverleih Look Now!. Er räumt aber ein, dass die Beteiligten nach dem Erfolg in der Romandie mehr erwartet hätten.

Dort sahen den mehrfach preisgekrönten Film über den Alltag im Asylzentrum von Vallorbe seit dem Kinostart im letzten September fast 29 000 Zuschauer - für den viel kleineren Westschweizer Markt ein sensationelles Resultat. "La Forteresse" sorgte kürzlich auch deshalb für Schlagzeilen, weil einer seiner zentralen Protagonisten, der Iraker Fahad Khammas, von der Schweiz nach Schweden ausgeschafft wurde.

Die unterschiedliche Aufnahme des Films in den zwei Landesteilen erklärt Bräuchi gegenüber der Nachrichtenagentur SDA auch mit einer anderem Einstellung zur Asylpolitik. Der "Solidaritätsgedanke" sei in der Romandie viel stärker ausgeprägt als in der Deutschschweiz.

Der zweite Westschweizer Kassenschlager der letzten Monate, das mit dem Schweizer Filmpreis 2009 gekrönte Familiendrama "Home" von Ursula Meier, hat die Erwartungen der Verleihfirma Filmcoopi in der Deutschschweiz erfüllt - auch wenn der Erfolg "nicht überragend" gewesen sei, wie ein Sprecher auf Anfrage erklärte.

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