«Grafika Maxima»

Viele Schweissperlen für «Grafika Maxima»

Die wahrscheinlich weltgrösste Druckgrafik hängt in den nächsten Wochen an der Fassade des ETA-Gebäudes am Marktplatz. Gestern wurde sie gedruckt. Der Aufwand hat sich gelohnt. Der Anlass begeisterte alle Beteiligten.

Urs Byland

Was nass begann, endete trocken. Das lässt sich nicht nur von der Druckerfarbe sagen, das gilt auch für das Wetter am Druckanlass auf dem Marktplatz. Zu Beginn hatten die Organisatoren mit Regen zu kämpfen. Es galt die Druckstöcke trocken zu halten, ebenso wie die Blachen. Erst um elf Uhr konnte mit dem Druck einer Seitenblache für einen LKW begonnen werden.

Dafür wurde die eine Hälfte der 50 Druckstöcke verwendet. Die zweite Seitenblache vereinigte dann die andere Hälfte der Druckstöcke. Der LKW wird in den nächsten Wochen mit einem Abdruck der «Grafika Maxima» durch Europa fahren, da und dort für neugierige Blicke sorgen und so für die Grenchner Triennale werben.

Zwischen den beiden Drucken der Seitenblachen begann um zirka 13.45 Uhr der Druck der eigentlichen «Grafika Maxima». Auf ihr sind alle Druckstöcke vereinigt sowie zwei Mal der von den Organisatoren gelieferte Druckstock «Grafika Maxima 2009». Mit einer Eingabe beim Guinness-Buch der Rekorde wollen die Organisatoren um Koordinatorin Ute Winselmann Adatte eine Bestätgung erlangen, dass sie die weltgrösste Originaldruckgrafik herstellten. Als Schiedsrichter führten Baudirektor Claude Barbey und Notar Urs Tschaggelar das Protokoll.

Mit viel Muskelkraft

Nun war ein reibungsloses Funktionieren wichtig. Vier Personen strichen die vier Druckstöcke ein. «Noch dreissig Sekunden», mahnte Zeitnehmer Philipp Glocker die Streicher. Die Druckfarbe trocknete rasch, ein schnelles und genaues Vorgehen war das oberste Ziel. Dann legte der Kranführer die Blache mit dem Lastwagenausleger langsam über die eingefärbten Druckstöcke. Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass nichts verrutschte.

Noch schnell einen Filz auf die Blache, darauf eine dünne Holzplatte und ab ging die Post. Viele Grenchnerinnen und Grenchner schauten dem seltsamen Treiben auf dem Marktplatz zu und liessen sich dazu animieren, beim Druck zu helfen. Zeitweise standen sie an, um ebenfalls über die Holzplatte gehen zu dürfen, und so mitzuhelfen beim Druck der «Grafika Maxima».

Die Sonne zeigte Erbarmen und schien kräftig. Zu kräftig für die Helferinnen und Helfer. Nun begann der Schweiss auf rosigen Gesichtern zu perlen. Druckstöcke hin und her tragen, einfärben, glatt streichen, die «Grafika Maxima» festhalten und über die Holzplatte trampeln kostete einige Mühe. In einem Zug wurde eine Reihe mit vier Druckstöcken bearbeitet, dann begann alles von vorne mit der nächsten Reihe.

Alle Beteiligten zeigten ihren Stolz über die Leistung. Seien es Kunstschaffende, die die Druckstöcke unentgeltlich zum Thema Zeit bearbeiteten oder die Organisatoren. Am meisten freuten sich aber die Besucher des Anlasses, die mithelfen durften bei diesem Werk.

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