Nach der grossen Überblicksausstellung «La Jeunesse est un art» zum 30-jährigen Manor Kunstpreisjubiläum im Aargauer Kunsthaus, wird der Kunstpreis dieses Jahr wieder regulär gesprochen. Veronika Spierenburg (*1981) ist Preisträgerin des diesjährigen Manor Kunstpreis Aarau. Dies hat die fünfköpfige Fachjury entschieden. Die Künstlerin kann 2014 im Aargauer Kunsthaus vom 25. Januar bis 20. April nun eine Einzelausstellung realisieren.

Förderung einer jungen Künstlerin

Damit fördere man eine vielversprechende junge Kunstschaffende, deren «multidisziplinäres Werk eine unmittelbar suggestive wie kontemplative Kraft entwickelt», teil die Fachjury mit. Wiederkehrende Themen in Veronika Spierenburgs Videos, Fotografien, Installationen und Performances sind das Verhältnis zwischen Mensch und Architektur, die formalen und materiellen Qualitäten von Alltagsgegenständen sowie die Ästhetik der Gleichzeitigkeit.

Minimale Bewegungsabläufe

Die Künstlerin schafft Versuchsanordnungen, in denen die Protagonisten ihrer Videoarbeiten und Performances mittels minimaler Bewegungsabläufe mit den spezifisch architektonischen Strukturen der umgebenden Räumlichkeiten in Dialog treten. Dabei ist das subtile Zusammenspiel von Rhythmus, Bewegung, Form und Klang eine wichtige Komponente in ihren Arbeiten. Ihre Fotografien wiederum zeugen von der Lust und dem Spiel mit geometrischen Formen und der Spannung von Ähnlichkeiten und Gegensätzen.

Prominente Vorgänger

Veronika Spierenburg ist in 1981 in Schlieren geboren. Sie hat an der Schule für Gestaltung Basel, an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und am Martins College in London studiert. Heute lebt und arbeitet und sie in Zürich. Sie reiht sich ein in die Liste der ausgezeichneten Kunstschaffenden wie Marianne Engel (2011), Thomas Galler (2009), Ingrid Wildi (2004), Daniel Robert Hunziker (2002), Renée Levi (1996), Silvia Bächli (1990) oder Stefan Gritsch (1989). (az)