Die gebürtige Berlinerin mit der "verruchten Stimme" stand in mehr als 60 Filmen vor der Kamera. Unvergessen sind ihre Rollen in den 1950er Jahren in Filmen wie "Die Sterne lügen nicht", "Geliebte Bestie" und "Die Dame in Schwarz".

Ihre Karriere hatte die blonde Schönheit in den Ufa-Studios in Babelsberg bei Berlin begonnen. Sie spielte unter anderem an der Seite von Marika Rökk und Johannes Heesters. Zuletzt lebte sie - fast erblindet und altersdement - in einem Münchner Pflegeheim.

Mady Rahl wurde am 3. Januar 1915 als Edith Gertrud Meta Raschke in Berlin geboren. Sie besuchte ein Mädchengymnasium, lernte Schreibmaschine und Stenografie, um sich als Privatsekretärin die teuren Gesangs- und Tanzstunden leisten zu können.

Sie verliess die Schule und wurde sofort am Alten Theater in Leipzig engagiert. Als sie vorsprach, soll es geheissen haben: "So was wie Sie wird nicht geprüft. Das wird engagiert!"

Das Theater blieb neben dem Film ihre zweite künstlerische Heimat. In den 1950er Jahren begeisterte sie in München das Publikum monatelang als "Ehrbare Dirne" und "Blauer Engel". Später startete sie eine dritte Kain rriere im Fernsehen, wo sie in zahlreichen Rollen auftrat - etwa im "Tatort", "Polizeiruf 110" oder in der Familienserie "Die Wicherts von nebenan".

Ihre unverwechselbare Stimme setzte sie auch als Synchronsprecherin ein. So lieh sie etwa der Wildgans Akka in der Zeichentricksergymnasium, Holgersson ihre Stimme.

Auch das Privatleben der Schauspielerin verlief turbulent. Sie war dreimal verheiratet und wurde dreimal geschieden. In fortgeschrittenerem Alter erwies sie sich als Malerin impressionistischer Aquarelle.