Grossbritannien

Turner-Preis für Künstler Richard Wright

Richard Wright vor seinem Wandgemälde aus Goldblättern

Richard Wright vor seinem Wandgemälde aus Goldblättern

Der Brite Richard Wright ist mit dem Turner-Preis ausgezeichnet worden. Der 49-Jährige erhielt den renommiertesten britischen Preis für zeitgenössische Kunst unter anderem für sein riesiges Wandgemälde aus Goldblättern.

Das Werk, das an eine feine Tapete erinnert und derzeit in der Tate Britain in London zu sehen ist, gilt als das traditionellste unter den diesjährigen Exponaten. Wright ist der älteste Gewinner des mit 25'000 Pfund (41'800 Franken) dotierten Preises.

Er schlug seine Mitbewerber Enrico David, Lucy Skaer und Roger Hiorns, der als grosser Favorit in diesem Jahr galt. Zu dessen Werken zählt ein pulverisiertes Flugzeugtriebwerk.

Zur Besonderheit von Wrights abstrakten Wandgemälden gehört, dass er sie oft nach der Ausstellung zerstört. Die Jury lobte bei der Verleihung in der Tate Britain die "Originalität und die Schönheit" von Wrights Werk.

Dass die Wahl auf den Künstler fiel, der in Glasgow lebt, deutet auch auf einen Richtungswechsel der Jury hin. Der Turner-Preis stand zuletzt in der Kritik, dass die Werke zu unverständlich und kompliziert seien.

Der Turner-Preis ist nach dem britischen Landschaftsmaler William Turner (1775-1851) benannt. Er wird seit 1984 jährlich an einen in Grossbritannien lebenden Künstler im Alter unter 50 Jahren verliehen. Zu den Preisträgern gehören Gilbert and George, Damien Hirst und der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans.

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