Kunst

Turner-Ausstellung endet für das Kunstmuseum Luzern mit Happy End

Joseph Mallord William Turners Aquarell "The Rigi, Lake Lucerne" befindet sich neu in der Sammlung des Kunstmuseums Luzern.

Joseph Mallord William Turners Aquarell "The Rigi, Lake Lucerne" befindet sich neu in der Sammlung des Kunstmuseums Luzern.

Das Kunstmuseum Luzern hat mit seiner Jubiläumsausstellung mit Werken von Joseph Mallord William Turner einen doppelten Erfolg verbucht: Der Publikumsaufmarsch war gross, zudem konnte es ein Werk des Landschaftsmalers kaufen.

Das Kunstmuseum und die Kunstgesellschaft Luzern haben mit "Turner. Das Meer und die Alpen" ihren 200. Geburtstag gefeiert. Turner, der von 1775 bis 1851 lebte, hatte sechs Mal die Schweiz bereist, um Fels, Eis, Wind und Wetter zu studieren. Dabei machte er auch in Luzern halt, von wo aus er die Rigi malte.

Die 100 Turner-Bilder, die das Kunstmuseum von Anfang Juli bis am Sonntag zeigte, stiessen auf ein grosses Interesse. Insgesamt hätten 71'496 Personen die Ausstellung besucht, teilte das Kunstmuseum mit.

Die gezeigten Bilder stammten von zehn privaten und öffentlichen Leihgebern. Wichtigste Partnerin war die Londoner Tate, die 83 Werke zur Verfügung stellte.

Dem Kunstmuseum Luzern ist es zudem gelungen, sich einen nach eigenen Angaben "verwegenen Wunsch" zu erfüllen und Turners 1842/43 gemaltes Aquarell "The Rigi, Lake Lucerne" in die Sammlung aufzunehmen. Möglich machten dies die Eidgenössische Kommission der Gottfried-Keller-Stiftung sowie weitere Gönnerinnen und Gönner. Der Kaufpreis des Bildes beläuft sich auf 800'000 Franken.

Das Aquarell zeigt den markanten Berg in schimmernden Farbtönen bei Sonnenuntergang. Auch das geschäftige Leben am Ufer ist zu sehen. Ein Hirte wartet mit seinem Vieh neben Lastkähnen und beladenen Karren darauf, den See mit dem Schiff zu überqueren. Dahinter ist zu sehen, wie die Hofbrücke abgebrochen wird.

Damit illustriere das Bild auch einen wichtigen Moment in der Entwicklung der Stadt Luzern, teilte das Kunstmuseum mit. Die Stadt habe sich damals mit der Aufschüttung einer Seepromenade und dem Bau mondäner Hotels rasant entwickelt.

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