Schweizer Museen

Tiefere Besucherzahlen für Museen in EURO-Austragungsorten

Fussball beliebter als Museen

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Die EURO hat den Museen Publikum abspenstig gemacht: Zu diesem Schluss kommt der Verband der Museen der Schweiz (VMS) in seiner Jahresstatistik 2008. Die 955 Museen des Landes hatten 17,3 Millionen Besucher, das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Rückläufig waren die Besucherzahlen laut VMS vor allem in den Städten, in denen EURO-Spiele stattfanden: in Basel (-8 Prozent), Zürich (-4), Genf (-2) und Bern (-2).

Auch Lausanne, das kein EURO-Austragungsort war, büsste etliche Museumsbesucher ein (-5 Prozent), während Winterthur (+5), St.Gallen (+3) und Luzern (+1) zulegen konnten.

"Die EURO 08 hat eine zentrale Rolle gespielt für den Rückgang der Besucherzahlen", sagte VMS-Generalsekretär David Vuillaume zur Nachrichtenagentur SDA.

31 Museen höchst unterschiedlicher Art, von den Zoos in Zürich und Basel über das Luzerner Verkehrshaus und die Swiss Minitur-Anlage in Melide TI bis zur Fondation Pierre Gianadda in Martigny oder Schloss Greyerz, zählten mehr als 100 000 Besucher.

Vor allem die Kategorie der Zoologischen Gärten (28 Prozent) war beliebt, aber auch die Kunstmuseen (22 Prozent) fanden ein grosses Publikum. Von den 955 Schweizer Museen, die der VMS im Jahr 2008 zählte, waren 40 Prozent Lokal- oder Regionalmuseen.

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