Sonderausstellung

Thun verzauberte Künstler - Ausstellung im Kunstmuseum

Rundbild von Marquard Wocher

Rundbild von Marquard Wocher

Marquard Wocher war nicht der einzige, der sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Stadt Thun mit ihrem Blick auf die Alpen bezaubern liess. Das Kunstmuseum Thun widmet Wocher und seinen Zeitgenossen eine Sonderausstellung.

Diese findet nicht im Kunstmuseum, sondern im Parterre des Thun-Panorama-Hauses im Schadaupark statt, wo das vor 200 Jahren entstandene älteste noch erhaltene Rundgemälde weltweit zu besichtigen ist. Der Basler Künstler Marquard Wocher schuf es in den Jahren 1809-14.

Es handle sich um ein kostbares Zeitdokument zur damaligen Kleinstadt Thun, teilte das Kunstmuseum mit. Die Sonderausstellung "Thun zur Zeit von Marquard Wocher" wird am Sonntag eröffnet und dauert bis 1. November. Am 28. Juni findet ein Fest zum 200-Jahr-Jubiläum des Panoramas statt.

Die Sonderausstellung zeigt, dass es neben Wocher auch andere Künstler gab, die Thun als Motiv in ihr Schaffen aufnahmen. Es war die Zeit des aufkommenden Tourismus, angeheizt durch den enormen Erfolg von Albrecht von Hallers Gedicht "Die Alpen" im 18. Jahrhundert.

Die Sonderausstellung bietet andere Blicke auf Thun als den monumentalen von Wocher. Beliebte Motive waren das Schloss auf dem Schlossberg, die Schadau mit Schloss und Kirche Scherzligen oder die Ansicht Thuns vom Schwäbis aus. Die Stadt, also die heutige Altstadt, war nur selten Sujet, wie das Kunstmuseum schreibt.

Die Sonderausstellung aus Beständen des Kunstmuseums bietet Werke von Johann Ludwig Aberli, Achilles Benz, Isidor Deroy, Franz Niklaus König, Johann Rudolf Dikenmann, Samuel Jakob Weibel und andern.

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