Theater

Theater statt Kleiderladen

Palino kann im Haus Rathausgasse 22 bleiben und hat grosse Kulturpläne. Marc «Palino» Brunner im Glück: Es gibt auch unter dem neuen Hauseigentümer Theater. Und noch mehr: Palino will darin eine Kulturstätte als «Gegenkraft zum Konsum und Geschäftsbetrieb» schaffen.

Roman Huber

Erst drohte ihm an seiner provisorischen Wirkungsstätte das Aus. Jetzt, nach anderthalb Jahren an der Rathausgasse 22 unterbreitet ihm der neue Hausbesitzer einen Vertrag über 15 Jahre - just nach seinem Jubiläumsjahr 30 Jahre Teatro Palino.

Eigentümer mag Theaterkultur

«Ein prächtiger Anfang», sagt Marc Brunner. Was den Standort anbetrifft, so dürfe er nun in eine sichere Zukunft schauen. Rolf Schmidli, der die zum Verkauf angebotene Liegenschaft nun erworben hat, freut sich mit ihm. Altstadthäuser hätten es ihm angetan, und es freue ihn, dass es in weiterhin in diesem Haus einen Theater- und Kulturbetrieb geben könne. Das Haus wird sanft saniert, ebenso die Fassade.
Brunners Projektidee sieht vor, mitten in der Innenstadt ein kleines Theater- und Kunstzen-trum zu eröffnen. Er wird nämlich zum Theaterkeller und zur «UnvermeidBar» das erste Obergeschoss dazumieten. Er hofft auf einen Betrag aus dem Lotteriefonds. Finanzielle Unterstützung soll zudem auf Vereinsbasis gesichert werden. Doch für Brunner ist klar: «Es ist auch mit Abenteuer verbunden.»

Als Theaterzentrum gedacht

Hier biete sich ihm die langfristige und erst noch einzigartige Möglichkeit, zusammen mit dem Kellertheater vis-à-vis eine Theaterstätte mit 2 bis 3 Bühnen zu schaffen. Hier könne er einen festen Produktionsort für eigene Stücke realisieren, erklärt Palino. Veranstaltungen von Gastproduktionen sollen ermöglicht werden. Dazu will er die Räume als kulturelle Plattform für spartenübergreifende Künste anbieten und Theaterteams oder Theaterhäusern die Chance des gegenseitigen Austausches geben.
Im Obergeschoss soll eine Café-Bibliothek als Gedankenplattform eingerichtet werden, wo man verweilen, sich kulturell austauschen und inspirieren lassen kann. Auch zeitgenössische Kunst könnte hier laut Brunner ausgestellt werden.

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