UNESCO Weltkulturerbe

Tagung des UNESCO-Welterbekomitees beginnt

Blick auf Uhrenstadt Le Locle (Archiv)

Blick auf Uhrenstadt Le Locle (Archiv)

Das Welterbekomitee der UNESCO ist in Sevilla zu seiner jährlichen Sitzung zusammengekommen. Bei dem neuntägigen Treffen beraten Vertreter aus 21 Ländern über die Vergabe von neuen Welterbe-Titeln. Die Schweiz hat zwei Projekte eingereicht.

Kandidaten sind die Stadtlandschaft Uhrenindustrie La Chaux-de-Fonds/Le Locle und das Werk Le Corbusiers. Die transnationale Architektur-Kandidatur umfasst 23 vom Neuenburger entworfene Gebäude in Deutschland, Argentinien, Belgien, Frankreich, Japan und der Schweiz.

In der Schweiz sind das die Villen Jeanneret-Perret "Maison Blanche" und Schwob "Villa Turque" in La Chaux-de-Fonds, das Gebäude Clarté in Genf und die "Kleine Villa am Genferseeufer" in Corseaux.

Im Gegensatz zu der Kandidatur La Chaux-de-Fonds/Le Locle, zu der sich der Internationale Rat für Denkmalpflege ICOMOS wohlwollend geäussert hat, empfiehlt er, das Dossier Le Corbusier zu überarbeiten. Verhandelt werden beide Kandidaturen Ende Woche.

Neben neuen Titelvergaben wird in Sevilla auch entschieden, ob und welche Kultur- und Naturstätten von der Liste des Welterbes gestrichen werden. Das Dresdner Elbtal muss wegen des Baus der umstrittenen Waldschlösschenbrücke mit dem Verlust der begehrten Auszeichnung rechnen.

Dagegen kann das deutsche Wattenmeer darauf hoffen, von der UNESCO als erste deutsche Naturlandschaft auf die Welterbeliste gesetzt zu werden.

Meistgesehen

Artboard 1