Filmfestival Locarno

Swisscom Ehrenleopard für Alain Tanner

Alain Tanner im Jahr 2004 (Archiv)

Alain Tanner im Jahr 2004 (Archiv)

Nach etwas mehr als zehn Jahren wird wieder ein Schweizer mit dem Ehrenleoparden des Filmfestivals Locarno ausgezeichnet: Regisseur Alain Tanner, der mit Werken wie «La Salamandre» (1971) Filmgeschichte geschrieben hat.

Er freue sich als neuer Direktor und als Franzose bei seinem ersten Festival einen der wichtigsten Exponenten des Schweizer Filmschaffens würdigen zu können, erklärte Olivier Père vor den Medien in Solothurn.

Der 1929 in Genf geborene Tanner drehte neben zahlreichen Dokumentarfilmen für Fernsehen und Kino 19 Spielfilme, die an den bedeutendsten internationalen Filmfestivals zu sehen waren.

Darunter waren "Jonas qui aura 25 ans en l'an 2000" (1976), "Les années lumière" (1981, Grand Prix der Jury in Cannes), "Fourbi" (1996) und zuletzt "Paul sen va" (2004). Der 80-jährige Regisseur wird im Tessin auch eine Masterclass leiten.

Festival-Präsident Marco Solari kündigte an, dass Locarno bei seiner 63. Ausgabe "mehrere Schritte Richtung Glamour" unternehmen wolle, wobei er wie in früheren Jahren einschränkte, dass es sich um "intelligenten Glamour" handeln müsse. Konkreter wurde er nicht.

Fest steht dafür bereits das Festivalmotiv für die kommenden Jahre. Künftig wird der Leopard, von dem bisher jeweils nur einzelne Körperpartien auf den Plakaten zu sehen waren, im Sprung gezeigt. Das Raubtier soll jetzt für Aktion, Bewegung und Körperlichkeit stehen, wie es hiess.

Das 63. Filmfestival Locarno findet vom 4. bis am 14. August 2010 statt. Die Retrospektive ist Ernst Lubitsch (1892-1947) gewidmet. Gefeiert werden dieses Jahr auch die "kleinen Leoparden", die seit 20 Jahren an junge Filmemacher gehen.

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