Burghalde

Stele bringt klare Information

Während baustellenbedingt im untern Teil der Burghalde verkehrsmässig verwirrliche Verhältnisse herrschen, wurden oben, bei der Burghalden-Baugruppe, klare Verhältnisse geschaffen.

Heiner Halder

Burghaldenhaus und Burghaldenmuseum bilden zusammen mit zwei andern historischen Liegenschaften ein denkmalgeschütztes Ensemble in Lenzburg. Was wo ist, sorgte bei auswärtigen Besuchern der beiden öffentlichen Institutionen mangels klarer Beschilderung oft für Verwirrung. Das ist nun anders, eine Stele informiert präzis über die Funktion der beiden Bauteile, wo sich Museum, Büro der Museumsleitung und Repräsentationshaus der Stadt befinden.

Der von der Ortsbürgergemeinde initiierte und finanzierte Multi-Wegweiser in modernem Design ist auffällig, aber kein Fremdkörper im historischen Ensemble. Der Sockel aus Muschelkalk mit der Aufschrift «Museum Burghalde Lenzburg» ist den Mauern und Treppen der Umgebung angepasst, der Aufbau in Orange und Grau mit den Detailinformationen nachts beleuchtet.

Ganzes Museum in neuem Glanz

Auch das Innere des Stadtmuseums erstrahlt jetzt vom Dachgeschoss bis zum Keller in neuem Glanz. Während der Sommerferien wurden in zweiter Etappe die archäologische Sammlung im Parterre sowie die Keramiksammlung im Keller saniert und gereinigt. Hunderte von kostbaren Originalfunden aus der Pfahlbauer- und Römerzeit sowie die Steinkistengräber mit ihren Skeletten wurden aus den Vitrinen geholt, überholt und wieder an Ort und Stelle platziert.

Das Museum sehe jetzt wieder aus wie vor bald 25 Jahren, als es eröffnet wurde, freut sich Museumsleiterin Christina von Arx, welche ab Oktober ihren einjährigen Urlaub antritt und während dieser Zeit von Christina Fankhauser abgelöst wird. Sie wird nächstes Jahr das Jubiläum 25 Jahre Burghaldenmuseum begleiten.

Neue Sammlungsgegenstände

Dank den unermüdlichen Initiativen von Stiftungsratspräsident Urs F. Meier durften in letzter Zeit einige wertvolle Vergabungen entgegengenommen werden. Ein vom berühmten Lenzburger Ebenist Samuel Hämmerli sen. anno 1705 geschreinerter Sekretär wurde von der Familie von Urs und Margot Schwarz, Zürich, in die alte Heimat gespendet. Er wird im Seitenkabinett Ost der Belétage des Burghaldenhauses platziert, wo bereits eine Hämmerli-Sitzgruppe aus der Familie Lisbeth Fischer-Hirt, Thun, steht. Im westlichen Seitenkabinett befindet sich zudem seit einiger Zeit eine Sitzgruppe von Samuel Hämmerli jun. aus dem Nachlass Martha Ringier. Aus der Original-Möblierung der herrschaftlichen Villa ist ferner eine Friseuse mit Spiegel im Stil Louis XVI vom Burghalden-Erbauer Bär vorhanden. Ferner erhielt die Museums-Stiftung die Originalzeichnung zu einer Lithografie vom Müllerhaus, Bernhart Matter-Handschellen, eine Puppenstube aus der alten Burghalde. Weitere «Lenzburgiana» werden immer gern entgegengenommen.

Frauen am Berg

Die Wechselausstellung «Frauen am Berg» ist noch bis 31. Januar 2010 zu sehen. Die nächsten Begleit-Events sind am 4. Oktober eine Aargauer Gipfelwanderung von der Staffelegg Richtung Gatter, Gislifluh, Clubhaus Irehägeli mit der Frauengruppe des SAC Aarau sowie ein Workshop über Lenzburger Chlausgeisseln in Robert Werrens Werkstatt in Egliswil. (Anmeldung bis 30. September beziehungsweise 17. Oktober unter 062 891 66 70 oder burghalde@lenzburg.ch).

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