Musik - Oper

Startenor Carreras zieht sich von der Opern-Bühne zurück

José Carreras zieht sich von Oper zurück

José Carreras zieht sich von Oper zurück

Der spanische Startenor José Carreras hat seinen Rückzug von der Opern-Bühne angekündigt. Er könne ganze Opern nicht mehr durchstehen, sagte der 62-Jährige der Londoner Tageszeitung «The Times».

Seine Konzerte werde er jedoch fortsetzen: "Wenn sie an meine Bedürfnisse angepasst sind, dann ist das kein Problem." Carreras hatte Ende der 80er Jahre allen Vorhersagen zum Trotz eine schwere Leukämie-Erkrankung überstanden.

Den grossen internationalen Durchbruch schaffte Carreras 1990 als jüngstes Mitglied der "drei Tenöre", zu denen auch sein Landsmann Plácido Domingo und der 2007 gestorbene Italiener Luciano Pavarotti gehörten. Das Trio hatte sich anlässlich der Fussballweltmeisterschaft in Italien gebildet.

Nach Pavarottis Krebstod im September 2007 steht jetzt nur noch der 71-jährige Domingo auf der Opern-Bühne. Mit Wehmut schaute Carreras auf seine Zeit im Star-Trio zurück: "Ohne überheblich sein zu wollen - aber wir waren die populärsten Tenöre."

Carreras war erstmals 1958 als Elfjähriger aufgetreten. In der Liceo-Oper seiner Geburtsstadt Barcelona spielte er eine Kinderrolle in Manuel de Fallas "El retablo de Maese Pedro". Später wurde er von der grossen spanischen Sopranistin Montserrat Caballé gefördert. 1976 holte Herbert von Karajan Carreras dann zu den Salzburger Festspielen.

Kommende Woche wird Carreras bei der Vergabe der Classical Brit Awards in der Londoner Royal Albert Hall für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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