Stadtbibliothek

Stadtbibliothek als neuer Magnet

Rheinfeldens Kulturstadträtin Béa Bieber lobte die «tolle Leistung» des badischen Nachbarn.

Peter Rombach

Knapp 4,3 Millionen Euro kostete die neue Bibliothek im umgebauten Erdgeschoss des Rathauses der badischen Nachbarstadt. 1,27 Millionen kamen als Zuschuss des Landes Baden-Württemberg aus dem Fonds für Stadtsanierung, der Rest musste selbst berappt werden. «Eine tolle Leistung, was hier geschaffen wurde», attestierte Béa Bieber, Kulturstadträtin im schweizerischen Rheinfelden, die mit Bib-liotheksleiterin Barbara Scholer gestern Vormittag zur Medienorientierung gekommen war.

Literarischer Grenzübertritt

Die seit Jahren praktizierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Stadtbibliotheken werde gestärkt und bringe noch mehr Vorteile für die Nutzer, freute sich Bieber. Und Barbara Scholer versicherte, sie werde ihre Kundinnen und Kunden auf das attraktive Angebot ennet am Rhy aufmerksam machen. Dies vor dem Hintergrund, dass bereits ein gemeinsamer Buchkatalog existiert und dass es von 2010 an auch eine gemeinsame Nutzungsordnung für die Bibliotheken gibt. «Es ist ja nur ein Katzensprung hinüber, um die neuen Möglichkeiten zu nutzen», ermunterte Scholer lächelnd zum literarischen Grenzübertritt.

«Hier entstand ein neuer Magnet, ein Treffpunkt für die Bevölkerung im Zentrum der Stadt», betonte Oberbürgermeister Eberhard Niethammer. «Wir befinden uns jetzt auf Augenhöhe mit anderen vergleichbaren Städten», freute er sich über die neue Bibliothek, die übrigens am Freitag nächste Woche mit einem Festakt offiziell eingeweiht wird.

Bibliothek ist «keine Kür»

Klar bekannte er sich zur Fortführung der «Kooperation mit unseren Schweizer Freunden» und deutete auf die Chance, künftig noch verstärkt gemeinsame literarische Veranstaltungen präsentieren zu können. «Die Rahmenbedingungen sind da», strahlte Niethammer und unterstrich, der Betrieb einer attraktiven Stadtbibliothek stelle eine «öffentliche Aufgabe» dar, sei «keine Kür». Er rückte sie in den Kontext mit Musik- und Volkshochschule und generell mit dem kommunalen Bildungswesen. «In unserer jungen Stadt muss die Infrastruktur fortlaufend ausgebaut werden.»

Der Chef des Stadtbauamtes, Hans W. Krusche, hob hervor, dass die «junge Innenstadt» mit der Bibliothek an Zentralität gewinne. Nebenbei bekannte er, im Planungsstadium im basellandschaftlichen Liestal «wertvolle Anregungen» bekommen zu haben. Die Leiterin der Stadtbibliothek, Andrea Strecker, verkündete das Ziel, 32 000 Medieneinheiten anbieten zu können. Als «prima Sache» wertete auch sie die Zusammenarbeit mit der Schweizer Nachbarstadt.

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