Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sagte, es sei eine "grosse Ehre", den Preis für Berlin entgegennehmen zu dürfen.

Mit der Verleihung des Preises an Berlin solle "mit Freude" der 20. Jahrestags des Mauerfalls gefeiert werden, sagte der Kronprinz. "Der Fall dieser Mauer, nach so vielen dunklen Jahren der Opfer und des Schmerzes, war einer der bewegendsten und bedeutendsten Momente des 20. Jahrhunderts." Mit dem Fall der Mauer sei die Tür zur deutschen Einheit geöffnet worden - ein Ereignis, das mit besonderer Freude aufgenommen worden sei.

"Heute feiert Berlin diese unaufhaltsame Kraft, die sich aus Hoffnung und Mut, Vergebung und Eintracht zusammensetzt, und der es gelang, die Mauer zu öffnen", sagte der spanische Thronfolger. Berlin habe in rasantem Tempo seinen alten Glanz wiedererlangt und sei "wiedergeboren als Stadt voller Leben, die den Fortschritt und den Frieden liebt".

An der Preisverleihung nahmen auch Wowereits Vorgänger Eberhard Diepgen und Walter Momper teil. Das Preisgeld in Höhe von 50'000 Euro wird Wowereit nach Angaben seines Büros der Stiftung Berliner Mauer übergeben.

Die Prinz-von-Asturien-Preise wird jedes Jahr im Oktober in acht verschiedenen Sparten vergeben, darunter Völkerverständigung, Literatur, Internationale Zusammenarbeit und Sport.

Die Auszeichnung in der Kategorie Eintracht erhielt im vergangenen Jahr die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin und Geisel der FARC-Guerilla, Ingrid Betancourt. 2007 erhielt ihn die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem.