Zur Ausstellung gehörten denn auch all die Häuser, Kirchen und Kapellen, die der Kirchenarchitekt, Maler, Raumgestalter und Designer in seiner kurzen, aber intensiven Schaffenszeit in Appenzell gestaltet hat, heisst es in der Ankündigung des Museums Appenzell.

Johannes Hugentobler (1897-1955) liess sich nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule St. Gallen Ende der 1920er-Jahre in Appenzell nieder. In seinem ersten grossen Werk malte er 1923 die monumentale Figur des heiligen Mauritius an der Südwand des Turms der Pfarrkirche Appenzell. Später führte er die Planung und künstlerische Ausstattung verschiedener weiterer Kirchen und Kapellen aus. Bis zu seinem Tod hatte er seinen Wohnsitz im Schloss Appenzell.

Farbenfrohe Blumenbilder

Neben der Umsetzung seiner vor allem kirchenbaulichen Gesamtkunstwerke betätigte er sich als vielseitiger Maler, Zeichner und Glaskünstler. Herausragend sind seine Landschaften und farbenfrohen Blumenbilder.

Am Haus Löwen, eine Drogerie in der Hauptgasse 20 von Appenzell, führte Hugentobler 1931 seine erste Fassadenmalerei mit der Darstellung von Heilkräutern samt Sinnspruch aus. Danach entschieden sich weitere Hauseigentümer, ihre Gebäude künstlerisch von Johannes Hugentobler gestalten zu lassen.

Der Maler hat so das Dorfbild von Appenzell innerhalb von wenigen Jahren grundlegend umgestaltet und mit Ornamenten sowie intensivem Farbenspiel neu belebt.

Skizzen, Pläne und Entwürfe

Aus Hugentoblers schier unerschöpflichem Nachlass, der im Museum Appenzell aufbewahrt wird, sind neben Tafelbildern auch zahlreiche Skizzen, Pläne und Entwürfe zu seinen sakralen Bauten sowie Möbel und Alltagsgegenstände zu sehen. Filme von Thomas Karrer und eine künstlerische Intervention von Luzia Broger runden die Ausstellung ab.

Die Ausstellung dauert bis zum 17. Februar 2019. Es gibt zahlreiche Begleitveranstaltungen, unter anderem am 4. Juli eine Führung durch die Ausstellung und das Dorf Appenzell.

www.museum.ai.ch