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Sisi-Museum in Wien umgestaltet - Drei Millionen Besucher pro Jahr

Neues Ambiente im Sisi-Museum in Wien

Neues Ambiente im Sisi-Museum in Wien

Neues Ambiente für Kaiserin Elisabeth in Wien: Dem seit April 2004 bestehenden Sisi-Museum in der Hofburg wurde in den vergangenen Monaten ein neues Outfit verpasst.

Dabei wurden nicht nur Abnützungserscheinungen durch die über drei Millionen Besucher beseitigt, sondern auch Platz für neue Roben und andere Ankäufe geschaffen.

Ein grösserer Fokus liegt nun auf den melancholischen späten Jahren der Kaiserin. So findet sich eine Vitrine mit Trauerschmuck. Diesen trug Elisabeth nach dem Selbstmord ihres Sohnes Rudolf. Das sechsteilige Set ist nicht mit echten Steinen bestückt, da man sich während der Trauerzeit mit Äusserlichkeiten zurücknehmen wollte.

Der Eingangsraum ist nun in tiefes Blutrot getaucht und zeigt Porträts der später Ermordeten. Diesem Ereignis widmet sich der letzte Raum der Schau. Hier hat sich zur Originalfeile des Attentäters Luigi Lucheni nun jener schwarze Mantel gesellt, mit dem die Monarchin nach dem Anschlag zugedeckt zurück ins Genfer Hotel Beau Rivage gebracht wurde.

Luftig-leichter ist der den Mädchenjahren der Kaiserin gewidmete Raum gestaltet. Dieser wurde durch die Rekonstruktion eines Kinderkleides aufgewertet, das eine Figurine schmückt, die auf einer von der Decke hängenden Blumenschaukel steht.

Erstmals zu sehen ist auch das mächtige ungarische Krönungskleid, das aus 28 Metern Silberbrokat, 24 Metern Spitze, zehn Metern Tüll und acht Metern Futterstoff rekonstruiert wurde. Die Originalkleider sind entweder in desaströsem Zustand oder wurden nach ihrem Gebrauch zerlegt und für kirchliche Zwecke eingesetzt.

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