Groombridge

Sie geben alles für ihren Traum

Haben für die Auslandstournee Freunde und Jobs hinter sich gelassen: Groombridge.

Sie geben alles für ihren Traum

Haben für die Auslandstournee Freunde und Jobs hinter sich gelassen: Groombridge.

Seit einem Monat ist die Burgdorfer Band Groombridge von ihrer Emergertour zurück. Nach vielen Erlebnissen rund um Zentral- und Nordeuropa gilt es nun, den Bandkeller einzurichten, um fleissig an den Songs für das neue Album zu feilen.

Mirjam Arnold

Nun sind sie also von ihrer Tour zurück, mit (fast) leeren Taschen, dafür voller Erinnerungen. Am 14. August letzten Jahres fing ihre grosse Emerger-Tour an (wir berichteten). Ziel: Das Bekanntmachen der Band durch Verteilen von CDs und durch Konzertauftritte. «Als Ziel haben wir uns so um die 20 Konzerte gesetzt. Letztlich wurden es dann aber sogar deren 35», erzählt Dyle.

Wohl über 10 000 Mails habe die Burgdorfer Band Groombridge geschrieben und Clubs angefragt. Zudem haben die Jungs über 400 CDs an verschiedene Clubs verteilt. «Manche haben uns dann eben zu einem Konzert eingeladen.» Gerade als Band ohne Label sei dieses Fazit äusserst erfreulich. «Es gibt ja auch Bands, die ein Label haben und nicht so viele Konzerte spielen konnten», sagt Drummer Sky stolz. Die Länge der Konzerte variierte. «Waren wir die Einzigen, die für den Abend eingeplant waren, so durften wir gut eine Stunde spielen. Manchmal waren es aber auch mehrere Bands, weshalb wir dann nur etwa 20 bis 40 Minuten zur Verfügung hatten», erinnert sich der Drummer.

Film im Bandbus statt wilde Partys

Während den sechs Monaten seien sie zwar viel zusammen gewesen, «es gab aber schon immer wieder die Möglichkeit, etwas alleine zu machen.» Sie hätten es ohnehin ruhig angegangen. Anstatt wilder Partys zu feiern habe man es meist vorgezogen, im Bandbus einen Film zu schauen.
«Den ganzen Tag unterwegs zu sein und am Abend noch ein Konzert zu spielen, ist schon ermüdend», so Fibes. Vom Publikum her habe es - länderübergreifend gesehen - keine grossen Unterschiede gegeben, wohl aber bezüglich den Lokalitäten.

«Wenn Leute kommen, die wegen der Musik erscheinen, so machen sie mit. Band und Publikum pushen sich somit gegenseitig. Spielt man aber in einem Pub, so sind die meisten nicht primär wegen der Band da. Das merkt man dann schon», weiss Drummer Sky. Ein schönes Erlebnis unter vielen anderen sei sicher ihr Konzert in Leuven in Belgien gewesen, als sie der Veranstalter vor dem Konzert zum Abendessen eingeladen und sie danach noch durch die Stadt geführt habe.

Hinsichtlich «Bandbetreuung» seien die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen gross gewesen. «Beim einen Veranstalter wurden wir zum Abendessen eingeladen, während wir bei einem Anderen nicht einmal etwas zu trinken gratis bekommen haben», sagt Sky lachend.
Zudem seien sie oft fast belächelt worden, wenn zwischendurch non-alkoholische Getränke wie Tee oder Cola bestellt wurden. «Wir passen schon nicht in das traditionelle Bild, das die Leute von Rockern haben», sind sie sich einig. Dies fällt schon beim Betreten der Galerie im neuen Bandkeller auf: Auf dem Tisch steht Aromat, eine Büchse Ricola, neben dem Treppenaufgang eine Nespressomaschine und geraucht wird - wenn überhaupt - sowieso draussen. «Die Musik und das Zusammensein ist ganz klar der Mittelpunkt der Band», erklärt Dyle, der Sänger der fünfköpfigen Band.

Das Ausland lockt weiter

Für Groombridge, benannt nach einer kleinen Ortschaft in East-Sussex (UK) ist klar, dass dies sicher nicht die letzte Auslandtournee gewesen ist. «Nun können wir als Schweizer Band etwas vorweisen, wenn wir im Ausland irgendwo spielen gehen wollen.» Es sei anfangs schwierig, als Schweizer Band im Ausland ernst genommen zu werden. Für die Tour haben sie ihre Freunde und teils auch ihre Jobs zurückgelassen und haben alles auf eine Karte gesetzt. «Als Band langsam kommen aber dafür langfristigen Erfolg zu haben mit unserer Musik ist unser Ziel. Wir geben alles für den Traum Musik.»

Informationen über die Band sind ersichtlich auf www.groombridge.ch/emergertour

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