Film

Schwere Kamera nicht Last, sondern Lust

Gusty Hufschmid: Der Bad Säckinger Filmemacher produziert seit einem Dreivierteljahr in beiden Laufenburg einen Dokumentar- und Tourismusfilm. (ach)

Gusty Hufschmid

Gusty Hufschmid: Der Bad Säckinger Filmemacher produziert seit einem Dreivierteljahr in beiden Laufenburg einen Dokumentar- und Tourismusfilm. (ach)

Die private Initiative, einen aktuellen Film über Laufenburg zu drehen, wurde auf beiden Seiten des Rheins positiv aufgenommen. Der Bad Säckinger Filmemacher Gusty Hufschmid erhielt vielseitige, vor allem ideelle Unterstützung. Seit Monaten ist er mit der Kamera unterwegs.

Peter Rombach

Geplant ist ein einstündiger Film, der Geschichte, aktuelles Vereinsleben, Wirtschaft und touristische Besonderheiten in den Blickpunkt rückt. «Ich achte streng auf eine Gleichbehandlung beider Städte», versichert Hufschmid. Das herrliche Frühherbstwetter nutzt er auch am Montag, um noch fehlende Sequenzen oder Detailaufnahmen in den «Kasten» zu bringen. «Die beiden Städtchen sind mir rasch ans Herz gewachsen», gesteht er schmunzelnd beim Abschreiten historischer Gassen im schweizerischen Laufenburg. Er erzählt, im Dezember 2008 am Weihnachtsmarkt mit den ersten «Drehs» begonnen zu haben.

Nach fast einem Jahr, also Mitte November, muss er fertig sein; dann gilt es, die DVDs von einer Spezialfirma in Berlin pressen zu lassen. Doch bis dahin ist noch viel Arbeit angesagt. «Der Grobschnitt ist schon fertig», berichtet Hufschmid, dem jetzt die Feinarbeit am Filmschnittplatz bevorsteht. Letzte Aufnahmen entstehen an der Hela und am Apfelmarkt, dann legt er im Laufenburg-Projekt die Kamera erst mal beiseite. Textproduktion, Verpflichtung professioneller Sprecher, Musikauswahl sowie Tonaufnahmen in einem Basler Studio prägen die nächsten Wochen.

Der grosse Erfolg des Städteporträts «Zauberhaftes Bad Säckingen», auch von Gusty Hufschmid produziert, lieferte gewissermassen die Initialzündung, ein ähnliches Werk für beide Laufenburg zu schaffen. «Das macht Spass, man lernt viel Neues kennen und seine Heimatregion schätzen, da begegnen einem viele interessante Menschen», strahlt der Filmemacher. «Die schwere Kamera war nicht Last, sondern Lust.»

Was zu sehen sein wird? Nur so viel lässt er heraus: die grenzüberschreitende Fasnacht, Kunst und Kulturaktionen anlässlich von «Fliessende Grenzen», Rehmann-Museum, Graf-Hans-Führungen kommen im Film vor. Ausserdem diverse Interviews, beispielsweise mit Ewald Kalt aus Sulz, der die Nagelschmiede erklärt, oder mit dem Städtlemaler Jürgen Schütz und mit einigen Historikern. «Es gibt aber noch andere Überraschungen», löst Gusty Hufschmid bewusst Spannung aus. Eines beeindruckt ihn sehr: «Die Hilfsbereitschaft vieler Leute, darunter Bürgermeister Krieger und Stadtammann Lüscher, war toll, sonst hätte ich nicht in die Tiefe von Themen so schnell eindringen können.»

Die emotionale Verbundenheit des Filmemachers zur Doppelstadt fällt auf, Gusty Hufschmid erklärt sie: «Meine Mutter ist im schweizerischen Laufenburg aufgewachsen, sie hat lange im ‹Meerfräulein› bedient. In meiner Kindheit hat es kein Jahr gegeben, wo sie mit mir nicht zur Tschättermusik gegangen ist.»

Die Filmpremieren sind bereits terminiert, bis dahin hat Hufschmid über 300 Stunden Arbeitszeit investiert. Am Freitag, 4. Dezember, ist voraussichtlich die Rappensteinhalle Schauplatz der ersten DVD-Vorführung. Auf Schweizer Seite ist am Donnerstag, 10. Dezember, in der Aula des Schulhauses Blauen Premierenstimmung mit «Zauberhaftes Laufenburg» angesagt.

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