Yan Duyvendak wird mit dem Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2019 geehrt. Der in Holland geborene Duyvendak studierte an der École cantonale d’art du Valais und der École supérieure d’art visuel in Genf und lebt heute nach verschiedenen Auslandsaufenthalten (Barcelona, Berlin, Marseille) wieder in Genf. Er nutzt bildende und darstellende Ausdrucksweisen, um soziale und kulturelle Phänomene zu erforschen. 

Fünf Schweizer Theaterpreise werden an Personen oder Institutionen vergeben, die sich um das vielfältige Theaterschaffen der Schweiz verdient gemacht haben. In diesem Jahr wählte die eidgenössische Jury auch einen Basler.

Der Regisseur Thom Luz hat als Schauspieler begonnen und entwickelt seit 2007 Projekte in Eigenregie, die er sowohl an festen Häusern wie seit 2015 als Hausregisseur am Theater Basel als auch in freien Produktionen an verschiedenen Häusern der Deutsch- und Westschweiz sowie in Deutschland und Frankreich inszeniert.

Luz hat seine eigene Theatersprache entwickelt: er ist Regisseur, Bühnenbildner und Musiker in einer Person. Bereits drei seiner Produktionen, in diesem Jahr «Girl From The Fog Machine Factory» (2018), wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Die weiteren vier Theaterpreise erhalten der Schauspieler und Regisseur François Gremaud mit seiner 2b company, der Bühnenbildner und Theatermacher Dominic Huber, die Schauspielerin Bettina Stucky und die Theatervermittlerin Vania Luraschi. Die Preisverleihung findet am 24. Mai im Théâtre du Crochetan in Monthey statt in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset, im Rahmen des 6. Schweizer Theatertreffens.