Literaturpreise

Schriftstellerin Zeh erhält diesjährigen Solothurner Literaturpreis

Kathedrale in Solothurn (Archivbild)

Kathedrale in Solothurn (Archivbild)

Die deutsche Schriftstellerin Juli Zeh erhält den Solothurner Literaturpreis 2009. Die mit 20 000 Franken dotierte Auszeichnung würdige ihr «literarisch vielstimmiges und zeitgeschichtlich prägnantes Werk», teilte die Jury mit.

Juli Zeh greife brisante Themen auf und bringe sie mit souveränen sprachlichen Mitteln zur Darstellung, hiess es weiter. Gerade ihr jüngst erschienener Roman "Corpus Delicti" bezeuge die "Virtuosität und Leidenschaft, mit der Juli Zeh gesellschaftliche Verwerfungen im Spannungsfeld von privater Freiheit und staatlicher Ordnung literarisch verarbeitet".

"Corpus Delicti" spielt im Jahr 2057 in einer Welt, in der der Staat seine Bürger zur strengstmöglichen gesundheitlicher Prävention zwingt und unter anderem das Rauchen als Delikt ahndet. Die Bühnenfassung erfährt kommenden Freitag ihre Schweizer Erstaufführung am Luzerner Theater. Regie führt der Zürcher Filmemacher Samir.

Juli Zeh wurde 1974 in Bonn geboren. Nach dem Abitur studierte sie Jura in Passau und Leipzig. Schon vor dem ersten Staatsexamen begann sie ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, das sie 2000 mit einem Diplom abschloss. Drei Jahre später folgte das Staatsexamen in Jurisprudenz. Heute lebt und arbeitet Juli Zeh als Autorin und freie Juristin in Brandenburg.

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