Gegenüber der "Coopzeitung" nannte er ein Beispiel: Kürzlich sei eine Leinwand von Lucio Fontana mit nichts als fünf Schnitten drin für 1,6 Millionen Franken verkauft worden. "Da muss ich feststellen: Genial ist nicht das Bild, nein, genial ist, dass sie einen Löli fanden, der für so etwas so viel Geld hinblättert."

Ob seine eigenen Bilder Kunst sind, "sollen andere beurteilen". Zumindest die Perspektive hat er drauf, dank dem Comedian Emil Steinberger. Der ging 1977 mit dem Zirkus Knie auf Tour und brachte dem damals 28-jährigen Jungclown das perspektivische Zeichnen bei. Steinberger war ja diplomierter Grafiker.

Noch heute schicke er Emil seine Bilder zur Begutachtung, sagt Rolf Knie. "Seine Kritik ist knallhart, aber glaubwürdig, weil sie von einem Fachmann stammt und nicht von irgendeinem Ohrfeigengesicht, das gar nichts von der Sache versteht, aber zufälligerweise für eine Zeitung schreiben darf".