Beinwil am See
Rockfeuerwerk im Löwensaal

Wenn im Löwensaal von Beinwil am See die Verstärker angeschlossen werden und hohe Boxentürme den Bühnenrand zieren, erweitern die Organisatoren von Seetalrock mit einer langen Nacht von harten Gitarrenriffs das Kulturangebot dieser Lokalität. So auch an diesem Wochenende, wobei drei Bands tief in die Saiten griffen.

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Vivian

Vivian

Aargauer Zeitung

Annika Bangerter

Den Auftakt zum Rockmarathon machte die vierköpfige Seetaler Nachwuchsband Bäng Gäng. Mit ihren eingängigen Mundartsongs und der deutlich sichtbaren Spielfreude lockten sie das Publikum vor die Bühne und sorgten für eine ausgelassene Stimmung.

Druckvoller Rock mit Vivian

Nach Bäng Gäng, die am Samstag ihren ersten grösseren Auftritt bestritten, ging es mit der national bekannten Innerschweizer Band Vivian weiter. Die vier Musiker, die ihr Können bereits als Vorband von Status Quo unter Beweis stellten, begeisterten die Zuhörer in Beinwil am See mit ihrem druckvollen Rock.

Dabei liessen es Vivian in erster Linie mit temporeichen Songs und harten Gitarrenriffs krachen. Die Band zeigte sich jedoch auch mit ruhigeren Liedern von einer anderen Seite und gönnte dem Publikum damit eine kurze Verschnaufpause in ihrer energiegeladenen Show.

Den Abschluss des Seetaler Rockmarathons stellte das Heimspiel von Deteil dar. Die Lokalmatadoren, welche gleichzeitig auch das Organisationsteam des Anlasses sind, bestritten zum ersten Mal in ihrer neuen Formation einen Auftritt vor heimischem Publikum.

Deteil in neuer Formation

So hat sich Deteil, nach dem Austritt zweier Bandmitglieder, auf fünf Musiker reduziert. «Indem das Saxofon und die Hammondorgel wegfallen, wird unser Sound im Arrangement einfacher, dafür aber auch rockiger», hält Sänger Maurice Velati fest. «Unser letztes Album war durchgestylt und kommerziell ausgerichtet. Es war ein Versuch, erfolgreiche Mundartpopmusik zu machen. Nun sind wir wieder eine Hobbyband und wollen vor allem richtig rocken», sagt Maurice Velati weiter. Dies gelang Deteil am Samstagabend. Trotz fortgeschrittener Stunde zündeten die fünf Musiker im Löwensaal nochmals ein Rockfeuerwerk.

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