Filmfestspiele

«Robin Hood"-Stars geben Startschuss für Filmfest in Cannes

Russell Crowe präsentiert sich in Cannes

Russell Crowe präsentiert sich in Cannes

Die Stars des Actions-Spektakels «Robin Hood» haben den Startschuss für das Filmfest in Cannes gegeben. Der Australier Russell Crowe und seine Film-Partnerin Cate Blanchett eröffneten den Reigen der Stars an der französischen Riviera.

Auf dem roten Teppich werden im Laufe des zwölftägigen Festivals auch Oscar-Preisträger Sean Penn, Star-Regisseur Woody Allen und Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger erwartet. Im Wettbewerb bei den 63. Filmfestspielen an der Croisette sind 19 Filme zu sehen. Wer am 23. Mai die Goldene Palme bekommt, entscheidet die Jury unter Vorsitz von US-Kultregisseur Tim Burton.

Neben drei Filmen aus dem Gastgeberland Frankreich gibt es dieses Jahr viele Beiträge aus Asien. In letzter Minute ging der britische Regisseur Ken Loach mit seinem neuen Streifen "Route Irish" ins Rennen - ein Film über britische Sicherheitsfirmen im Irak-Krieg. Die USA sind nur mit Doug Limans Politthriller "Fair Game" mit Sean Penn und Naomi Watts vertreten.

Der actiongeladene "Robin Hood" stand als Eröffnungsfilm auf dem Programm, allerdings ausser Konkurrenz. Regisseur Ridley Scott selber wird die Uraufführung vom Krankenbett aus verfolgen müssen. Er habe sich nicht wie erhofft genug schnell von einer Knieoperation erholt, erklärte er.

Ein Dutzend Filmemacher veröffentlichte vor Festivalbeginn eine neue Petition für ihren Kollegen Roman Polanski. Dem 76-Jährigen droht wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen in den 70er Jahren die Auslieferung von der Schweiz in die USA.

Es sei "unmöglich", jemanden wegen ein- und desselben Verbrechens zweimal zu verurteilen, schrieben Regisseure wie der chilenische Dokumentarfilmer Patricio Guzmán, der rumänische Filmemacher Cristi Puiu und der Schweizer Jean-Luc Godard in der Solidaritätsbekundung. Das Auslieferungsgesuch der Vereinigten Staaten gründe "auf einer Lüge".

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