Reich an Stimmung und Facetten

Chorgesang: Der Chor der 5. und 6. Klasse der Primarschule – mit Mitgliedern der Brass Band Frohsinn im Rücken. Foto: HR. Aeschbacher

Chorgesang

Chorgesang: Der Chor der 5. und 6. Klasse der Primarschule – mit Mitgliedern der Brass Band Frohsinn im Rücken. Foto: HR. Aeschbacher

Zum 30. Mal lud die Brass Band Frohsinn Laupersdorf zu einem Adventskonzert in die Pfarrkirche St. Martin ein. Während mehr als einer Stunde erklangen weihnächtliche Weisen in vielseitigen Facetten und für die Konzertbesucher war es ein Hörgenuss.

Rudolf Schnyder

Zur Eröffnung spielte die Brass Band Frohsinn (Leitung Heinz Sinniger) mit «O du fröhliche», arrangiert von Howard Lorriman, eines der bekanntesten Weihnachtslieder. «Nehmt Gottes Melodie in Euch auf», bat Pfarrer Marc Ntetem einleitend. Advent bedeute Ankunft und zwar Ankunft in unserem Dorf und in unseren Herzen. Jasmin Dietschi führte mit viel Charme und Charisma und mit kurzen, fundierten Hinweisen zu den einzelnen Kompositionen, durch das Programm.

Sehr gut gelang dem Schülerchor der 5./6. Klasse der Primarschule Laupersdorf (Leitung: Kurt Bader und Ruedi Berger) das Tiroler Weihnachtslied «Immer, wenn es Weihnacht wird», das von der Stimmung in einem amerikanischen Kriegsgefängnis am Ende des zweiten Weltkriegs handelt. Sehr rein und a-cappella sang der Schülerchor «Inmitten der Nacht», das von der eingängigen Melodie in einen Kanon überging.

«Schöni Bscherig»

Der Männerchor Laupersdorf (Leitung: Karel Valter) sang sehr rein und ausgewogen in den einzelnen Stimmen «Wir setzen auf Hoffnung» nach der bekannten Melodie «Bajazzo». Max Probst (Balsthal) hat dafür einen neuen Text geschrieben. Immer wieder schön anzuhören ist der Spiritual «My Lord, what a Morning», wobei hier Josef Walpert den Solopart sang. «Weihnachtsglocken» von Norbert Feibel, ursprünglich aus Amerika stammend, ist eine sehr bekannte, gefällige Weise.

Der Schülerchor sang mit erfrischend klaren und hellen Stimmen, passend zum Patron der Pfarrkirche, St. Martin, ein Lied, welches das selbstlose Handeln des heiligen Martin würdigt. Beim Mundartlied «Schöni Bescherig» von Peter Reber wurde aufgezeigt, dass Weihnachten ab und zu auch turbulent sein kann. Als Überraschung spielten die Fünftklässler auf der Mundharmonika «Süsser die Glocken nie klingen» und «O du fröhliche».

Gäste aus dem Baselland

Der Cäcilienverein Laupersdorf, verstärkt durch Mitglieder der befreundeten Chöre Liestal und Sissach, sang unter der Leitung von Tatyana Polt-Lutsenko «Von guten Mächten», arrangiert von Kurt Grahl, «Sieh Gottes Gestirn», ein Volkslied aus Jugoslawien und das aus England stammende Volkslied «Im Stall der Krippe». Sehr schön anzuhören war die norwegische Weise «Ich freu mich heute am Weihnachtsfest».

Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von Masako Art auf der Harfe sowie Patrik Fluri (Matzendorf) auf der Orgel. In «A Christmas Pastoral» von Bertram Luard-Selby entlockte Fluri der Orgel dank seines grossen Könnens vielfältige, imposante Klänge. Das Publikum spendete ihm zu Recht grossen Applaus.

«Erin Shore» - ein Hit

Die Brass Band Frohsinn spielte mit «So Many Lives» eine getragen wirkende Melodie, die zur Jahrtausendwende komponiert wurde und die Sehnsucht der Menschen nach Frieden thematisiert. Der Walzer «The Most Wonderful Time of the Year» ist ein typisches, amerikanisches Weihnachtslied. Zum Abschluss des Konzertes ertönte als Höhepunkt «Erin Shore» aus Irland.

Bei dieser wundervollen Melodie, beginnend mit einem Cornet-Solo (Dagmar Brunner), einem fulminanten Schlagwerk-Zwischenteil sowie Dudelsack-Imitationen, wurde das Publikum in eine reizvolle Küstenlandschaft in Irland versetzt. Gemeinsam spielten und sangen schliesslich alle Mitwirkenden «Stille Nacht, heilige Nacht», bevor draussen vor der Kirche Glühwein, Punsch und Lebkuchen, gespendet von der Bürgergemeinde, serviert wurden.

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