Der 84-jährige Bildhauer, dessen Werk vom Leitsatz "Der Verletzlichkeit Raum geben" geprägt ist, gestaltet den Aussenbereich des Landenbergs mit seinen Eisenplastiken. Über seine gruppierten "Figurenzeichen", deren Fühlarme die Aura des jeweils nächsten durchdringen, ohne zu verletzen oder zu beeinträchtigen, sagt der Künstler: "Dieses vorsichtige Ineinanderfühlen sollte nach meiner Überzeugung dazu beitragen, Gemeinsamkeiten zu erkennen, sich schützend und stützend miteinander weiter zu bewegen", wird der im Communiqué des Vereins "Kunst auf dem Landenberg" zitiert.

Gemeinsam mit seiner Tochter Lisa Hutter Schwahn wird Hutter, der zu den bedeutendsten Künstlern der Schweiz gehört, den Innenraum des Alten Zeughauses gestalten. Die in München lebende Kostümbildnerin und Malerin verknüpft in ihren Bildern und Installationen aktuelle Lebensfragen mit der Symbolwelt prähistorischer, vorpatriarchaler Kulturen. Sie vernäht Papier, kombiniert Stickerei mit Malerei und baut Figuren und Installationen aus Leinwand, Papier und Holz.

Nach den Ausstellungsprojekten Familie Luginbühl (2008/09) und H. R. Giger (2010/11) wurde der Verein "Kunst auf dem Landenberg" gegründet, um diesen Zyklus weiterzuführen. Ziel der Veranstalter ist es, zeitgenössische Kunst für alle zugänglich zu machen. So wird auch die Doppelausstellung von Schang Hutter und seiner Tochter kostenlos sein. Sie dauert vom 20. Oktober bis 20. Januar 2019.