"Der Arzt will doch nur, dass ich mit dem Rauchen aufhöre, damit er seinen Triumph hat", scherzte der Berner Oberländer, dessen neue Platte ab heute in den Regalen steht. Beim Alkohol brauche es eine gewisse Selbstdisziplin. "Aber ich bin labil und ein Hedonist", bekennt der Musiker.

Einige Lehren gezogen habe er allerdings schon. Er nehme es ruhiger, teile seine Kräfte besser ein und habe den Tee für sich entdeckt, erzählt der Alt-68er. "Tee ist Kultur, Kaffee morgendliche Routine." Zudem achtet der Interlakener auf seine Ernährung. "Früher wusste ich nicht, dass Salat derart schwer verdaulich ist und deswegen abends möglichst nicht mehr gegessen werden sollte", weiss der gelernte Handlithograf.

Von Schicksalschlägen reden will "Polo national" nicht. "Das war die Konsequenz von 40 Jahren Party und Rock'n'Roll-Business. Da war ich selbst schuld und musste meinem Lebenswandel Tribut zollen. Andereseits: Weshalb müssen alle 80 werden", fragt Polo.