UNESCO

Österreich nominiert Ferrero-Waldner als UNESCO-Chefin

Benita Ferrero-Waldner (Archiv)

Benita Ferrero-Waldner (Archiv)

Die österreichische Regierung hat EU-Aussenkommissarin Benita Ferrero-Waldner offiziell als Kandidatin für den Posten des UNESCO-Generaldirektors nominiert. Das teilte ein Sprecher des Aussenministeriums in Wien mit.

Das Bewerbungsschreiben der ehemaligen österreichischen Aussenministerin sei am Sitz der UNO-Bildungs- und Kulturorganisation in Paris eingereicht worden, bestätigte der Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur APA entsprechende Medienberichte.

Die Tageszeitung "Der Standard" hatte zuvor berichtet, mit ihrem Lebenslauf habe die Österreicherin gute Chancen, zur Leiterin der Organisation ernannt zu werden - zumal der ägyptische Kandidat, Kulturminister Faruk Husni, umstritten sei.

Husni hatte vergangenes Jahr vor dem ägyptischen Parlament gesagt, er würde "eigenhändig israelische Bücher verbrennen", wenn er sie in Bibliotheken seines Landes fände. Nach Protesten bedauert Husni die Äusserung inzwischen. "Nichts ist mir fremder als Rassismus", sagte er.

Der Nachfolger des Japaners Koichiro Matsuura an der UNESCO-Spitze soll im Oktober bestimmt werden. Die Bewerbungsfrist läuft am 31. Mai aus. Bislang haben sich neben Husni und Ferrero-Waldner mindestens sechs weitere Kandidaten beworben. Frankreich und andere europäische Staaten unterstützten bislang Hosnis Bewerbung.

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