Denkmalpflege

Nun doch keine Bildkopien auf der Luzerner Kapellbrücke

Kapellbrücke bleibt definitiv ohne Bildkopien (Archiv)

Kapellbrücke bleibt definitiv ohne Bildkopien (Archiv)

Die 1993 beim Brand der Luzerner Kapellbrücke zerstörten Gemälde werden nun doch nicht durch Kopien ersetzt. Damit werden weiterhin auf rund der Hälfte der Brücke keine Bilder die Giebel schmücken.

Unter dem Dach der (ursprünglich längeren) Holzbrücke hatten einst 146 Bilder aus dem 17. Jahrhundert gehangen. Das Feuer zerstörte mehr als die Hälfte der 111 ausgehängten Bildtafeln. Gerettet werden konnten 43, allerdings liessen sich nur 25 wieder soweit herstellen, dass sie erneut ausgestellt werden konnten.

Diese 25 Bilder hängen heute an den Brückenköpfen. In der Mitte sind die 26 Tafeln zu sehen, die beim Brand in einem Depot waren. Dazu kommen vier verkohlte Tafeln, die an das Feuer erinnern sollen.

Diese denkmalpflegerisch begründete Hängeordnung wurde 2008 in Frage gestellt, nachdem der Luzerner Anwalt Jost Schumacher auf seine Kosten von allen ursprünglich 146 Bildtafeln Kopien hatte anfertigen lassen. Doch der Stadtrat wollte die Kopien nicht.

Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) gibt der Stadt nun Recht. In der Stellungnahme hält sie fest, dass die Kopien handwerklich, maltechnisch und künstlerisch ungenügend seien. Die Hängeordnung sei beizubehalten. Die Brücke steht unter dem Schutz der Eidgenossenschaft.

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