Stiftung

Noch kein Ausweg aus Finanzklemme gefunden

Beat Stutzer (Archiv)

Beat Stutzer (Archiv)

Noch hat die eidgenössische Gottfried-Keller-Stiftung (GKS) keinen Ausweg aus der Finanzklemme gefunden, in der sie seit Jahren steckt. Die Stiftung kann ihren Zweck nur noch erfüllen, wenn sie von Dritten Zuwendungen erhält.

Im vergangenen Herbst hatte der Zürcher Nationalrat Filippo Leutenegger (FDP) eine Interpellation zur GKS eingereicht. In seiner Entgegnung stellte der Bundesrat im Dezember Entscheidungen über das weitere Vorgehen für Mitte 2009 in Aussicht. Bisher gebe es aber noch keine Ergebnisse, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung zu ihrem Jahresbericht 2005-2008.

Zuversichtlich stimmen könne immerhin, dass das Bundesamt für Kultur die Zukunft der Stiftung nicht in Frage stelle. Präsentiert wurde der Bericht in Zürich von Beat Stutzer, von 2004 bis 2008 Präsident der Eidg. Kommission der GKS. Als Stutzers Nachfolger amtiert seit Anfang 2009 Georg Krayer.

"Dank hochherzigen Zuwendungen", so die Mitteilung, konnte die GKS zwischen 2005 und 2008 verschiedene Werke von Schweizer Künstlern erwerben. Sie wurden als Deposita an Schweizer Museen abgegeben, wo sie Sammlungen ergänzen oder Lücken schliessen.

"Absolutes Highlight" war laut dem ehemaligen Präsidenten Stutzer der Erwerb des 1981 geschaffenen Monumentalgemäldes "Die Umgebung der Liebe" von Martin Disler (1949-1996). Es sei zudem eine Hommage an Lydia Welti-Escher, der GKS-Gründerin.

Escher, deren 150. Geburtstag letztes Jahr gefeiert wurde, hatte die Stiftung 1890 mit einem Stiftungsvermögen von fünf Millionen Franken gegründet und dem Bund übergeben. Stiftungszweck ist der Ankauf national bedeutender Kunstwerke. Das Stiftungskapital wird seit 1891 vom Eidg. Finanzdepartement als Spezialfonds verwaltet.

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