Die am Freitag in der Messe Basel eröffnete Ausstellung "Körperwelten - eine Herzenssache" dauert bis zum 2. Januar 2012 und umfasst über 200 mithilfe der Plastination konservierte Klein- und Ganzkörperpräparate. Oberstes Ziel der "Körperwelten" ist laut den Veranstaltern die gesundheitliche Aufklärung.

"Körperwelten"-Konservatorin Angelina Whalley zeigte sich vor den Medien überzeugt, dass die Plastinate das Gesundheitsbewusstsein der Besucherinnen und Besucher schärfen. Die Ausstellung ermögliche eine neue und tiefe Erfahrung mit sich selbst.

"Das Wunder Leben"

Für den Basler Gesundheitsdirektors Carlo Conti lohnt es sich, das Herz in den Mittelpunkt der "Körperwelten" zu stellen, denn in der Schweiz seien Herzkreislaufkrankheiten die Todesursache Nummer eins und es herrsche erheblicher Präventionsbedarf. Die Ausstellung könne hier einen Beitrag leisten, indem sie das Wunder Leben am pulsierenden Herzen anschaulich mache, sagte Conti vor den Medien.

"Körperwelten" gibt es seit 1995. Inzwischen touren sieben Ausstellungen durch die Welt, die bisher von 33 Millionen Menschen besucht wurden. Vor allem in den ersten Jahren hatten Gunther von Hagens Plastinate etwa wegen Verletzung der Menschenwürde oder Störung der Totenruhe heftige ethische Debatten ausgelöst.

Inzwischen sei der Aufregungswert der Ausstellung gesunken, der Attraktionswert dagegen gestiegen, sagte der Philosophieprofessor Franz Josef Wetz, der sich zu den Freunden des Plastinators zählt. Seiner Ansicht nach helfen die plastinierten Körper, das Leben besser zu verstehen.