Music-Festival Wohlen: «ZZ Top, Kid Rock oder Status Quo müssen es schon sein»

Zz Top Dusty Hill (l.) and Billy Gibbons stehen oben auf der Wunschliste für das Allrad- und Music-Festival in Wohlen.

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Zz Top Dusty Hill (l.) and Billy Gibbons stehen oben auf der Wunschliste für das Allrad- und Music-Festival in Wohlen.

Neue Sponsoren, neues Konzept, neues Festival: Vom 3. bis 5. September findet in Wohlen erstmals das ambitionierte Allrad- und Music-Festival statt.

Stefan Künzli

«Ich würde gern noch etwas machen, aber ohne geeigneten Partner läuft nichts», sagte Stephan Gürber dem «Sonntag» im Februar dieses Jahres, als er das Ende seines Open Airs, der Soundarena Wohlen, bekannt gab. Beim Entscheid hat die aktuelle Wirtschaftskrise mitgespielt. Es sei schwieriger geworden, neue Sponsoren für ein neues Projekt zu gewinnen.

Jetzt hat es Gürber zusammen mit dem bekannten Musikmanager Albi Matter doch geschafft: Mit der Amag und der Emil Frey AG hat er potente Sponsoren gewinnen können. Sie sind die idealen Partner für ein neuartiges Festivalkonzept, das Auto- und Musikfans vereint. Vom 3. bis 5. September des nächsten Jahres steigt im Gelände der Soundarena in Wohlen das 1. Allrad- und Music-Festival.

Der Tag gehört den Autos: Neben einer Allradausstellung gibt es einen Geländeparcours, auf dem die Autos ausprobiert werden können.

Am Abend beginnt das Musikfestival: Der Freitag ist für internationale Rockbands reserviert. Die grossen Bands können gemäss Matter erst im nächsten Jahr gebucht werden, Konkretes gibt es deshalb noch nicht. Doch: «Wir buchen nur absolute Topacts», verspricht Matter, der in Wohlen für das Musikprogramm und Booking zuständig ist, «ZZ Top, Kid Rock oder Status Quo müssen es schon sein.» Samstag ist Country-Tag: Hier ist der «bunte Festivalhund», der seit 25 Jahren das grösste und längste Country-Festival Europas im Albisgütli organisiert, in seinem Element. Ihm schwebt Country der amerikanischen Extraklasse wie etwa von Gretchen Wilson vor. Der dritte Festivaltag schliesslich gehört der Schweizer Rock- und Popmusik. Auch hier ist nur das Beste vom Besten gefragt. Matter denkt an Polo Hofer, Gölä oder Baschi.

Die Idee einer Kombination von Musik und Auto hatten Gürber und Matter schon länger. Eine eigens durchgeführte Marktforschung und ein Besuch in Würzburg, wo ein ähnlicher Anlass, aber ohne Konzerte stattfindet, hat die beiden vollends überzeugt. Ein Open Air mit Autos und Musik ist aber neu und einmalig. «Give the people what they want» ist das Motto von Wohlen. Doch Matter und Gürber legen Wert darauf, dass nur umweltschonende Autos präsentiert werden.

Angaben zum Budget will Matter keine machen, es sei aber gross genug für Superstars des erwähnten Kalibers. Die Sponsoren sollen einen Viertel übernehmen. «Es ist eine Win-win-win-Situation», sagt Matter, «für die Sponsoren, die Festivalorganisation sowie das Publikum.»

Mit Matter und Gürber haben sich zwei Altbekannte in der Openair Event AG zusammengeschlossen. Gürber ist als Eigentümer des Geländes für die Koordination zuständig. «Wir kennen uns seit 25 Jahren», sagt Matter, «das hat immer tipptopp geklappt.» Die beiden haben schon früher bei der «Western Night Wohlen» erfolgreich zusammen- gearbeitet. Sie sind deshalb überzeugt, dass auch das neue Festivalkonzept Erfolg haben wird.

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