Sie sei freigelegt worden, als bei Restaurationsarbeiten eine Schicht entfernt worden sei, die dem Gemälde Stabilität verliehen hatte, teilte das Picasso-Museum in Barcelona am Montag mit.

Die Zeichnung habe den Titel "Person mit Pfeife" erhalten. Sie scheine die Kopie eines flämischen Stichs aus dem 17. Jahrhundert zu sein, sagte der Museumsdirektor Bernardo Laniado-Romero. Die Zeichnung stamme möglicherweise aus Picassos Ausbildungszeit. Sie sei vor dem Gemälde auf der Rückseite angefertigt worden.

Das Gemälde "Porträt der Mutter des Künstlers" gilt als eines der bedeutendsten Jugendwerke von Picasso (1881-1973). Das Museum hatte es im Jahr 1970 als eine Schenkung von dem Maler erhalten. Damals sei die Rückseite bereits mit der Schutzschicht beklebt gewesen, sagte die Chefrestauratorin des Museums, Reyes Jiménez.

Daher sei die Zeichnung nicht entdeckt und im Inventar des Museums nicht verzeichnet worden. Die Besucher des Picasso-Museums können das Gemälde mit der Zeichnung auf der Rückseite im Rahmen einer Sonderausstellung bis zum 7. April besichtigen.