Schloss Lenzburg
«Mix aus Klassik und Folk ist einzigartig»

Lenzburg verstärkt seine Position als Kulturstadt massiv: In einem Monat, in der Pfingstwoche, steht das Städtchen im Zeichen hochstehender Klassik- und Volksmusik. Die erste «Lenzburgiade» schafft den gewagten Spagat und will mit vielen Rahmenanlässen das Publikum in ihren Bann ziehen.

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Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg

Aargauer Zeitung

Fritz Thut

Die weltweit bekannte Alphornvirtuosin Eliana Burki, x-fach ausgezeichnete Instrumental(sol)isten aus Venezuela, Italien, Russland, Österreich, Rumänien, den USA, Dänemark, Schottland und Ungarn, gefeierte Sängerinnen aus Norwegen und der Schweiz, zudem die Creme der bekanntesten Schweizer Volksmusikensembles sind zwischen dem 27. Mai und dem 1. Juni an der ersten «Lenzburgiade» im Schlosshof, Ritter- oder Gemeindesaal zu hören.

Lenzburgiade

G'schichten aus dem Wiener Wald
Die «Lenzburgiade» will den ganzheitlichen Musikgesuss vermitteln und so gehört auch ein «Gala-Dinner im Hotel Krone» am Sonntag, 31. Mai, zum Programm. In gediegenem Rahmen werden ab 18 Uhr - begleitet von einem 3-Gang-Menü - «G'schichten aus dem Wiener Wald» präsentiert. Erzähler ist der Wiener Ernst Konarek; es spielt das Salon-Orchester Kaiserschmarrn aus Basel. (tf)

Anspruchsvolles Konzept

Was in der Kulinarik Crossover-Küche geheissen wird, setzt die «Lenzburgiade» im Bereich Musik um: «Dieser Mix aus Klassik und Volksmusik ist einzigartig», ist Stephan Goerner überzeugt. Zusammen mit dem Aargauer Fabian Müller zeichnet er für die künstlerische Leitung des neuen Lenzburger Festivals, das auf Initiative der Aargauischen Kantonalbank entstand.

Goerner, schon Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter der Kyburgiade in Winterthur, gibt zu, dass das anspruchsvolle Konzept - Klassik und Volksmusik auf höchstem Niveau miteinander zu verbinden - nur mit grossem Einsatz umzusetzen war: «Ich habe mir die Aufgabe etwas einfacher vorgestellt.» Doch nun sind die Macher stolz, bereits für die Premiere ein äusserst anspruchsvolles Programm zusammengestellt zu haben.

«Nachtüüle» als Jamsessions

Ein Augenmerk wurde darauf gelegt, dass man nicht nur das Feuilleton-Publikum anspricht, sondern alle Kultur- und Musikliebhaber. Neben den grossen Konzerten im Schlosshof (bei schlechtem Wetter im Rittersaal) und der «Volksmusik mit Tanz» im Gemeindesaal (mit anschliessenden Jamsessions, die hier «Nachtüüle» heissen) gibt es ein interessantes Rahmenprogramm, das Interessierte zum Nulltarif verfolgen können. So kann man etwa den internationalen Folkmusic-Workshops im Stapferhaus, die sich an «fortgeschrittene Laien und Profis» richten, als Zuhörer beiwohnen. Zwischen Pfingstsamstag und -montag gibts im Gemeindesaal ab 15.30 Uhr Nachmittagskonzerte bekannter Formationen mit freiem Ein- tritt. Am Samstag laden die Organisatoren um 14.30 Uhr zu einen Kulturspaziergang mit Stadtschreiber Christoph Moser.

Vorverkauf

Vorverkauf Tickets für die Klassik-&-Folk-Konzerte und die Volksmusik mit Tanz sind auf der Homepage oder über Telefon 0848 000 353 zu bestellen.

Für den lokalen Bezug sorgt bei der ersten Auflage weiter das Aargauer Kammerorchester, das am Eröffnungsabend zusammen mit Eliana Burki und Max Lässer und dessen Überland-Orchester musiziert. Dieser regionale Aspekt soll in den nächsten Jahren noch verstärkt werden. Bei Stephan Goerner haben sich bereits über dreissig Ensembles aus dem Aargau gemeldet, die Interesse haben, künftig mitzuwirken.

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