Medienpreis Aargau/Solothurn

Medienpreis Aargau/Solothurn geht an vier Journalisten

Ausgezeichnet: Die Preisträger Hanspeter Bäni, Nicole Vögele, Evelyne Baumberger (nahm den Preis stellvertretend für die auslandabwesende Sabine Altorfer entgegen) und Marco Jaggi. (Emanuel Freudiger)

Medienpreis Aargau/Solothurn: Die Gewinner

Ausgezeichnet: Die Preisträger Hanspeter Bäni, Nicole Vögele, Evelyne Baumberger (nahm den Preis stellvertretend für die auslandabwesende Sabine Altorfer entgegen) und Marco Jaggi. (Emanuel Freudiger)

Zwei Journalistinnen und zwei Journalisten teilen sich den diesjährigen Medienpreis Aargau/Solothurn. In der Kategorie Print wurde Sabine Altorfer, Kulturredaktorin der Mittelland Zeitung, für ihre Serie «Leuchttürme» über bedeutende Kulturinstitutionen des Aargaus.

Der Medienpreis Aargau/Solothurn wurde gestern zum 12. Mal verliehen. Er wird von den in den beiden Kantonen ansässigen Medienunternehmen sowie der Aargauer und Solothurner Kantonsregierung getragen und ist mit total 12000 Franken dotiert. Ziel ist die Anerkennung und Förderung der journalistischen Qualität in der regionalen Berichterstattung.

Die Fachjury unter der Leitung des ehemaligen Fernsehdirektors Peter Schellenberg ermittelte aus 100 eingereichten Beiträgen vier Preisträger in den Kategorien Print, Radio und TV.

In der Kategorie Print wurde Sabine Altorfer ausgezeichnet, Kulturredaktorin dieser Zeitung. Den Preis erhält sie für die Serie «Leuchttürme» über bedeutende Kulturinstitutionen des Aargaus. Fachjuryleiterin Josefa Haas zum Juryentscheid und zur Arbeit Sabine Altorfers: «Die umfassende Kulturberichterstattung gestaltet die Kulturlandschaft mit. Indem Kulturereignisse nicht nur feuilletonistisch dargestellt, sondern sondern auch Hintergründe aufgezeigt werden, findet hier Kulturjournalismus mit Profil statt.»

Der Medienpreis in der Sparte Radio geht an Marco Jaggi von Radio 32. Er wurde für eine Reportage über die letzte Fahrt der Sesselbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein ausgezeichnet.

In der Kategorie TV entschied sich die Jury, zwei Preise zu vergeben. Hanspeter Bäni arbeitet in der Abteilung Reporter des Schweizer Fernsehens und übrzeugte die Jury mit seiner Reportage «Pflegen bis zum Tod», die ohne indiskret zu werden «ungewöhnliche Einblicke in eine tabuisierte Welt demenzkranker Menschen» gewähre. Nicole Vögele vom Nachrichtenmagazin «10 vor 10» wurde für einen Kurzbeitrag zur Breakdancer-Szene ausgezeichnet.

Erstmals war auch ein Preis in der Kategorie Foto ausgeschrieben, der jedoch nicht verliehen wurde. Die Eingaben hätten die Jury noch nicht vollends überzeugen können, sagte Fachjuryleiterin Nicole Aeby dazu.

Die Feier zur Übergabe der Preise fand im Solothurnischen, im Oltner Stadttheater statt. Die Trägerkantone repräsentierte dort der Aargauer Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Er ging in seiner Grussadresse auf das Spannungsfeld zwischen Politik(ern) und Medien(schaffenden) ein. Es sei wichtig und für den politischen Prozess fruchtbar, wenn Politiker und Öffentlichkeit durch die Medien mit anderen Meinungen konfrontiert werden. Und gerade für die regional geprägten Kantone Aargau und Solothurn sei dabei ein starker regionaler Journalismus wertvoll, begründete Hürzeler die Unterstützung des Medienpreises mit Beiträgen aus dem Swisslos-Fonds. (mou)

Meistgesehen

Artboard 1