Eichenberger werde das Historische Museum zusammen mit Fehlmann nach Jahren der Krise und Ungewissheit operativ und finanziell neu ausrichten, teilte das HMB am Freitag mit. Die Institution, die über eine der bedeutendsten kulturhistorischen Sammlungen am Oberrhein verfüge, solle wieder zu einer unverkennbaren Identität und überregionaler Strahlkraft zurückfinden.

Der neue kaufmännische Direktor, dem die operative und administrative Leitung des HMB obliegen wird, war fast 20 Jahre bei der Grossbank UBS im In- und Ausland tätig gewesen und arbeitet derzeit bei der Credit Suisse. Eichenberger verfüge auch über Erfahrung in der Kreativszene und sei mit den Anforderungen und Rahmenbedingungen eines mittelgrossen Kulturbetriebs "bestens vertraut", heisst es in der Mitteilung.

Eichenberger folgt auf Wolfgang Giese. Der ehemalige Verwaltungsdirektor des Antikenmuseums Basel hatte nach dem Abgang von Matthias Gnehm die Stelle im Juni 2016 interimistisch übernommen.

Vor Gnehm hatte im Herbst 2015 schon die damalige Direktorin Marie-Paule Jungblut nach drei Jahren das HMB verlassen - im gegenseitigen Einvernehmen. Sieben Monate nach dem Abgang der luxemburgischen Historikerin wurde bekannt, dass das Museum mit seinem Zehn-Millionen-Budget in die roten Zahlen geraten war.

Jungbluts interimistische Nachfolgerin wurde die promovierte Kunsthistorikerin Gudrun Piller, die seit 2001 am HMB tätig ist. Per 1. Juni übernimmt sie nun die neu geschaffene Position der Kuratorin für Basler Geschichte. Die ebenfalls neue Kuratorenstelle für Zeitgeschichte wird mit dem Basler Historiker Patrick Moser besetzt, wie das HMB weiter mitteilte.