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Maja Oeri schenkt Basler Museum 50 Millionen

Dies academicus

Maja Oeri schenkt Basler Museum 50 Millionen

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Die grosse Überraschung: Die Basler Mäzenin gibt zum Grundstück für einen Museumsneubau auch noch die Hälfte des Baupreises. Das Projekt der Basler Architekten Christ & Gantenbein soll bis 2015 stehen.

Die Finanzierung des geplanten Erweiterungsbaus für das Kunstmuseum Basel ist zur Hälfte gesichert: Maja Oeri schenkt für das 100-Millionen-Projekt 50 Millionen Franken. Den gleichen Beitrag soll der Kanton Basel-Stadt beisteuern.

Damit ist der Mäzenin, die gerne diskret aus dem Hintergrund agiert, ein Überraschungscoup gelungen. In Basel wurde nämlich schon seit Wochen darüber spekuliert, ob eine Erweiterung nicht an der Finanzierung scheitern werde. Selbst im kunstfreundlichen Basel scheint es nämlich schwierig, die nötigen Sponsoring-Millionen aufzutreiben.

Dass die Ausbaupläne des Kunstmuseums überhaupt in Angriff genommen werden konnten, hat Basel ebenfalls Maja Oeri zu verdanken. Diese hatte dem Kanton Basel-Stadt 2008 das Geld für den Kauf einer Landparzelle gegenüber dem Kunstmuseum geschenkt. Schon 2001 hatte die Roche-Erbin mit einem Millionengeschenk dem Museum die Expansion in ein Nachbargebäude ermöglicht.

Das neue 50-Millionen-Geschenk für die Verwirklichung des Ausbaus stammt formell von der Laurenz-Stiftung, hinter der ebenfalls Maja Oeri steht. Diese Stiftung hatte bereits das 2003 eröffnete Schaulager auf dem Boden der Gemeinde Münchenstein BL finanziert.

Bekannt gegeben wurde die Schenkung gestern an einer Medienkonferenz, an der auch über das Ergebnis des Architekturwettbewerbs für den Neubau orientiert wurde: Gewonnen haben diesen die Basler Architekten Christ & Gantenbein mit
Peter Stocker.

Basel wolle sich künftig mit dem New Yorker Museum of Modern Art oder der Reina Sofia in Madrid messen, sagte der strahlende Regierungspräsident Guy Morin.

Die Basler Regierung will die Vorlage für den Erweiterungsbau noch vor Ende Sommerferien dem Parlament vorlegen. Dieses soll im Herbst über das rund 100 Millionen Franken teure Projekt und den Kantonsbeitrag von 50 Millionen entscheiden. Die Eröffnung ist für 2015 geplant. In die Betriebskosten von jährlich 5 Millionen Franken sollen sich der Kanton und Private teilen.

Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi sieht im Neubau mehr als eine Erweiterung. Das Projekt solle als Leuchtturm wirken. Jedes Jahr eine Ausstellung in der Dimension der letztjährigen Van-Gogh-Schau wollte er aber nicht versprechen. (sda/sa)

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