Die Preise werden am 5. Juni in Berlin überreicht. "Péter Nádas lässt den Roman, wie wir ihn kennen, hinter sich", urteilte die Jury am Mittwoch. Nie sei die Unterwerfung des Körpers und der Seele durch die Gewalt und die Ideologien des 20. Jahrhunderts so subtil, überzeugend und zartfühlend dargestellt worden. Viraghs Übersetzung vermittle das Oszillieren dieser Prosa.

Der Literatur- und Übersetzungspreis wird alle zwei Jahre von der BHF-Bank-Stiftung (Frankfurt am Main) vergeben, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Literarischen Colloquium Berlin und der Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Die Verleihung ist mit einem Symposium verbunden.