Musiktheater

Lukas Bärfuss mit neuem Stück über Wandel im Verhältnis zum Körper

Auch im Musiktheater engagiert: Autor Lukas Bärfuss (Archiv)

Auch im Musiktheater engagiert: Autor Lukas Bärfuss (Archiv)

Im Musiktheater-Stück «Anschlag», das am Lucerne Festival gezeigt wird, setzt sich der Autor Lukas Bärfuss mit dem Verhältnis zum Körper auseinander. «Wir greifen auf den Körper zu, verändern und manipulieren ihn in einer Weise, die früher undenkbar war», sagte er.

Umgekehrt habe etwa Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) die Gesellschaft in einem viel grösseren Masse für veränderbar gehalten, "als die meisten von uns zu träumen wagen", erklärte Bärfuss gegenüber der "Neuen Luzerner Zeitung" vom Freitag.

In seinem Libretto zur Musik von Michael Wertmüller sind Zitate diverser Prominenter aus unterschiedlichen Epochen enthalten. Unter anderem kommt Linda Lovelace zu Wort. "Sie war eine faszinierende Figur: Von der Unterstützerin und Akteurin der Pornografie hat sie sich zur Kämpferin dagegen gewandelt", sagte Bärfuss.

Der Eros habe heute nur noch selten die Kraft der Befreiung von den gesellschaftlichen Fesseln, erklärte der 41-Jährige: "Bei aller Offenheit, mit der von Sexualität gesprochen wird, und obwohl sie eine derart grosse Rolle spielt, leben wir in sehr prüden Zeiten." Das Stück "Anschlag" feiert am Samstag in Luzern Premiere.

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