Ist ein Fussball wirklich rund? Oder doch eher eine Ansammlung vieler Sechs- und Fünfeckflächen? Und warum ergeben sich aus der spiralförmigen Anordnung der Samenkerne von Sonnenblumen stets Zahlen aus der Folge 13, 21, 34, 55, 89, 144?

Schuld, dass der "Mathefunke" so selten überspringt, seien viel zu trockene Lehrmethoden und -materialien, sagt Ausstellungskurator Georg Schierscher, der selber Mathematiklehrer am Gymnasium Vaduz war.

Er entwarf und baute mathematisches Anschauungsmaterial - darunter einen abgestumpften Fussball zur Erklärung dreidimensionaler Koordinatensysteme und einen Autoscheinwerfer als Parabolspiegel.

"Die Sinne", sagt er, "sind Futter für das Denken, daher sollten Schüler Mathematik möglichst sinnlich erfahren können." Die Schau kommt ohne trockene Formeln und Lehrsätze aus und lässt Besucher anhand von Modellen und Experimenten erfahren, wie viel Mathematik uns im Alltag umgibt - von den Blüten der Sonnenblumen über die Sicherungsseile von Alpinisten bis hin zu kühnen Brückenbauten.