Todesfall

Legende der Kunstszene: Zürcher Ausstellungskurator Christoph Vitali gestorben

Christoph Vitali, aufgenommen am 24. November 2004 im Beyeler Museum in Riehen bei Basel, das er damals leitete.

Christoph Vitali, aufgenommen am 24. November 2004 im Beyeler Museum in Riehen bei Basel, das er damals leitete.

Der international renommierte Ausstellungskurator Christoph Vitali ist tot. Die Legende der Kunstszene verstarb am 18. Dezember im Alter von 79 Jahren in seiner Heimatstadt Zürich. Dies teilte seine Familie am Freitag mit.

Christoph Vitali wurde am 28. September 1940 in Zürich als Sohn eines Bildhauers und einer Lehrerin geboren. Der studierte Jurist trat 1969 in die Dienste der Stadt. Unter Stadtpräsident Sigmund Widmer prägte er von 1971 bis 1978 die Kulturpolitik wesentlich.

1979 ging Vitali als Verwaltungsdirektor der Städtischen Bühnen nach Frankfurt am Main. Von 1985 bis 1993 war er in Frankfurt Geschäftsführer und erster Direktor der neu eröffneten Kunsthalle Schirn. Er kuratierte wegweisende, auch beim Publikum erfolgreiche Ausstellungen. Seine 1990 gezeigte Kandinsky-Retrospektive zählte annähernd 200'000 Besucher.

1994 wechselte Vitali als Direktor an das Haus der Kunst in München. Mit der Ausstellung "Barocke Sammellust" verabschiedete er sich nach mehr als 100 Ausstellungen von München und wurde im April 2004 Direktor der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel.

Vitali wurde mehrfach ausgezeichnet. Von seiner Heimatstadt erhielt er den Stadttaler. In Deutschland bekam er unter anderem das Bundesverdienstkreuz, die Goetheplakette der Stadt Frankfurt und die Medaille "München leuchtet - den Freunden Münchens" in Gold.

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