Kurtheater

Kurtheater: Woher bloss das viele Geld nehmen?

Equilibre Das Projekt der Architekten Martin und Elisabeth Boesch soll realisiert werden. (zvg)

Equilibre

Equilibre Das Projekt der Architekten Martin und Elisabeth Boesch soll realisiert werden. (zvg)

Am Informationsabend zum Kurtheater diskutierten Fachleute über den Standort, die Bedürfnisse rund um das Projekt und um die Finanzierung.

Roman Huber

Zwischen Fussball-Qualifikation und Kurtheater-Zukunft gab es an der von der Stadt organisierten Informationsveranstaltung viel Interessantes zum Thema Bau zu erfahren. Der Entscheid, das Kurtheater am bestehenden Standort zu behalten und zu sanieren, überraschte nicht, wurde aber überzeugend dargelegt.

Denkmalschutz zufrieden

Der kantonale Denkmalpfleger Markus Sigrist zeigte sich vom Standortentscheid beruhigt. Beim vorliegenden Projekt Equilibre ortete er bezüglich Denkmalpflege allerdings einiges an «Überarbeitungsbedarf», womit er wohl auf die Eingriffe am Sachs-Foyer abzielte, das unter kommunalem Schutz steht.

Dass die letzte Kostenschätzung (28,6 Millionen) durch die Bauspezialisten bestätigt wurde, erfreute Jarl Olesen, Leiter städtische Abteilung Planung und Bau, wie auch Marco Hürsch, im Stiftungsrat für die Finanzen zuständig. Man fühle sich im Stiftungsrat, der auch mit der neuen Theaterleitung und dem inhaltlichen Konzept das Kurtheater für die Zukunft fit gemacht habe, auf dem richtigen Weg.

Max Läng, Gemeindeammann von Obersiggenthal, äusserte sich als Vertreter der Regionsgemeinden vor allem zu einem möglichen Kostenverteiler. Neben Baden, Wettingen, die am meisten beisteuern würden, sowie Ennetbaden und Obersiggenthal hätten auch die übrigen Gemeinderäte die Bereitschaft signalisiert, das teure Vorhaben zu unterstützen. Er rechne mit der Loyalität und der Solidarität in diesen Gemeinden. Eine Besucherstatistik könnte allenfalls nützlich sein, wenn der Kostenverteiler erstellt werde, fügte Läng an. Er machte aber klar, dass niemand zu einem Beitrag gezwungen werden könne.

Finanzierung und Parkplätze

Die Finanzierungsfrage entpuppte sich als eine der heikelsten. Vom Kanton erwartet man, dass er nebst einem adäquaten Beitrag für das frisch ausgezeichnete Theater auch einen solchen aus dem Lotteriefonds leistet. Mögliche Verteilschlüssel wurden noch aufgrund der früheren Kostenschätzung (16 Mio. Franken) aufgestellt; wie es mit dem zu erwartenden Betrag von gut 28 Mio. Franken aussehen würde, konnte im Saal noch niemand sagen.

Der externe Projektleiter

Adrian Humbel liess durchblicken, dass beim jurierten Projekt Equilibre kaum grosses Sparpotenzial vorhanden sei, zumal eine Vergrösserung von Portals und Orchestergraben nicht vorgesehen sei. Zudem war man sich weitgehend einig, dass die Möglichkeiten für ein gutes Catering (Barflächen, Kühlräume, Aufwärmküche) geprüft werden müssen. Die Parkplatzfrage ist ein weiteres Problem, das unbedingt gelöst werden muss.

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