Kunst

Kunstmuseum St. Gallen zeigt «Born to Be Wild»

Videokünstlerinnen Pousttchi und Granat

Videokünstlerinnen Pousttchi und Granat

Schwere Motorräder, brummende Motoren und Heavy Metal bringen das Kunstmuseum St. Gallen zum Vibrieren: «Born to Be Wild» ist eine Hommage an den New Yorker Künstler Steven Parrino, der 2005 mit seiner Harley Davidson verunglückte.

Die Ausstellung dauert vom 29. Mai bis 6. September. Gezeigt werden, in wechselnder Perspektive, Bilder von Steven Parrino (1958-2005) selbst, Werke von Weggefährten Parrinos sowie Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die sich aus Distanz inhaltlich den typischen Themen Parrinos annähern.

Parrino trat Ende der 1980-er Jahre mit seiner unverwechselbaren Malerei hervor. Seine grossformatigen, monochromen Bilder, häufig in Silber, Rot und Schwarz, wirken plastisch: Der Künstler spannte die bemalte Leinwand jeweils vom Rahmen ab, zerknüllte sie und zog sie in neuer Gestalt wieder auf.

Roland Wäspe, Direktor des Kunstmuseums, sieht im New Yorker Künstler eine "herausragende Figur der Gegenwartskunst".

"Born to Be Wild" lehnt sich an den gleichnamigen Song der Rockgruppe Steppenwolf an, der 1969 als Vorspann zum Roadmovie "Easy Rider" Kultstatus erlangte. Motorräder bilden den "roten Faden" der Ausstellung, etwa mit Roman Signers Videofilm einer motorisierten Harley-Führung durch die St. Galler Lokremise.

Gezeigt wird aber mehr als blitzender Chromstahl und Motorengedröhn. John Armleder (Genf), Olivier Mosset (Bern), Thom Merrick (Sacramento), Cady Noland (Washington) oder Jutta Koether (Köln) reflektieren, jeder auf seine Weise, den - oft zum Scheitern verurteilten - Traum von grenzenloser Freiheit.

Die Genferin Sylvie Fleury lässt in der Video-Installation "Crystal Custom Commando" drei motorradfahrende Amazonen auftreten.

Bettina Pousttchi (Mainz) porträtiert im Kurzfilm "Auf gute Nachbarschaft" einen Rocker und Möchtegern-Heavy-Metal-Gitarristen.

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