Die Ausstellung umfasst Zeichnungen und Gemälde von Hans Baldung Grien über die Symbolisten und Surrealisten bis zu Warhol und Barney, aber auch viele Artefakte.

Kunstmuseumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi nannte es vor den Medien am Donnerstag "eine wunderbare Fülle von Kunstwerken, Devotionalien und Artefakten": Werke aus der Basler Sammlung Dreyfus-Best waren zwar schon bisher weltweit an Ausstellungen zu sehen, doch die Sammlung selbst war als solche noch nie präsentiert worden.

"For Your Eyes Only" gewähre nun zum ersten und wohl auch einzigen Mal einen Blick auf die Werke in deren Sammlungskontext. Gezeigt wurde die Ausstellung bis Ende August in der Peggy Guggenheim Collection in Venedig, gefolgt nun ab Samstag vom Kunstmuseum. Kuratiert wurde sie vom Kunsthistoriker und Basler Professor Andreas Beyer.

Zu sehen ist eine Kunstkammer, deren eigenwilliger Aufbau nicht einem kunstgeschichtlichen Prinzip, sondern dem Geschmack der Sammler folgte. Und alles ist von hoher Qualität Mit dabei sind etwa Werke von Hans Baldung Grien, Hans Bellmer, Arnold Böcklin, Victor Brauner, Pieter Brueghel d. Ä., Angelo Caroselli, Giorgio de Chirico, Francesco Clemente oder Salvador Dali.

Barock neben Pop Art

Aber auch Monsu Desiderio, Gustave Doré, Max Ernst, Johann Heinrich Füssli, Marten van Heemskerk, Jan van Kessel, Alfred Kubin, René Magritte, Man Ray, Gustave Moreau, Richard Oelze, Yves Tanguy, Andy Warhol, Mathew Barney oder Jeff Koons gehören dazu. Renaissance und Barock stehen neben Schwarzer Romantik, Symbolismus, Surrealismus oder Pop Art.

Daneben werden in den durchwegs rot gehaltenen Räumen religiöser Schmuck, erotische Objekte, eine venezianische Vitrine, die seltene Figur eines Püsterichs - eines Dampfapparats - aus dem 12. Jahrhundert oder ein Narwalzahn präsentiert. "Eine Privatsammlung zwischen Manierismus und Surrealismus" heisst der Untertitel der Schau.

Die Zeitspanne der Sammlung reicht indes vom Mittelalter bis heute. Aufgebaut haben sie die Kunsthistorikerin und Restauratorin Ulla Dreyfus-Best und ihr Mann, der 2004 verstorbene Basler Bankier Richard Dreyfus, während über dreissig Jahren. Laut Beyer macht die Ausstellung nun öffentlich sichtbar, was die Sammlung sei: ein Gesamtkunstwerk. Zu sehen ist sie bis zum 4. Januar.