Kunstmuseum

Kunstmuseum Basel lockt das Publikum mit Picasso und Abstrakten

Pablo Picasso im Jahr 1948: Das Kunstmuseum Basel zeigt eine grosse Picasso-Retrospektive (Archiv)

Pablo Picasso im Jahr 1948: Das Kunstmuseum Basel zeigt eine grosse Picasso-Retrospektive (Archiv)

Das Kunstmuseum Basel lockt das Publikum nächstes Jahr mit Picasso: Eine Ausstellung mit 170 Werken aus allen Schaffensperioden des Künstlers ist das Highlight im Programm des Museums für 2013. Eine zweite grosse Ausstellung vereint Mondrian, Newman und Flavin.

Die Picasso-Ausstellung findet vom 17. März bis 21. Juli statt und versammelt Werke ausschliesslich aus Basler Sammlungen: die Picasso-Bestände des Kunstmuseums Basel und der Fondation Beyeler in Riehen sowie teils erstmals zu sehende Werke aus Privatsammlungen, wie es bei der Programmpräsentation des Kunstmuseums am Freitag hiess.

Unter dem Titel "Die Picassos sind da!" zeigt die Retrospektive 170 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und druckgrafische Werke aus allen Werkphasen von Pablo Picasso (1881-1973). Zu sehen sein werden dabei etwa Gemälde wie die "Buveuse d'absinthe" von 1901, "Les deux frères" (1906), "Le poète" (1912), "Arléquin assis" (1923), "Buste de femme au chapeau" (1939) oder "Vénus et l'amour" (1967).

Besondere Beziehung

Den Ausstellungstitel haben die Kuratorinnen Anita Haldemann und Nina Zimmer einem Werbebanner entnommen, das 1967 über dem Eingang des Kunstmuseums hing. Damals waren im Kanton Basel-Stadt in einer Volksabstimmung 6 Millionen Franken bewilligt und an einem Fest 2,4 Millionen Franken für den Kauf von zwei Picasso-Gemälden gesammelt worden.

Die beiden Werke, bis dahin Leihgaben im Kunstmuseum, hätten sonst die Stadt verlassen müssen. Picasso war von der Aktion so berührt, dass er der Stadt vier weitere Werke schenkte. Das Werbebanner kündigte dann deren Ankunft an.

Schon früher hatten zudem Basler Sammler wie Raoul La Roche, Rudolf Staechelin, Karl Im Obersteg, Maja Sacher oder Ernst Beyeler Werke Picassos zusammengetragen. Die "besondere Beziehung" Basels zu Picasso will die Ausstellung ebenfalls beleuchten, unter anderem in einem Dokumentarfilm zusammen mit dem Schweizer Fernsehen SRF.

Drei Grosse der Moderne

Die zweite grosse Sonderausstellung des Kunstmuseums - vom 8. September bis zum 19. Januar - ist Piet Mondrian, Barnett Newman und Dan Flavin gewidmet. Alle drei Künstler hätten sich der Abstraktion verpflichtet, dies aber unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen, sagte Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi.

Das Kunstmuseum Basel besitzt von allen drei Künstlern zentrale Werke. Laut Bürgi, der die Ausstellung kuratiert, sollen diese mit Leihgaben aus Museen in New York, London und Paris sowie aus Privatsammlungen ergänzt werden.
Von Landschaften zum Memento mori

Zwei kleinere Ausstellungen zeigt das Kupferstichkabinett zum US-Künstler Ed Ruscha (8. Juni bis 29. September) und dem Basler Landschaftsmaler Jakob Christoph Miville (16. November bis 16. Februar).

Das Museum für Gegenwartskunst plant unter anderem eine Schau zur Sammlung der Amerikanerin Julie Ault (2. Februar bis 12. Mai), die Gruppenausstellung "Some End of Things" (25. Mai bis 15. September) und eine Ausstellung zum Memento mori in der Gegenwartskunst (28. September bis 9. Februar).

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