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Kunsthaus Zürich zeigt erste Schweizer Wilhelm-Leibl-Retrospektive

Mit seinem Gemälde "Die Dorfpolitiker" (1877) hat Wilhelm Leibl zwar die Kritiker an der Weltausstellung in Paris im Jahr 1878 vor den Kopf gestossen, aber dennoch einen durchschlagenden Erfolg verbucht.

Mit seinem Gemälde "Die Dorfpolitiker" (1877) hat Wilhelm Leibl zwar die Kritiker an der Weltausstellung in Paris im Jahr 1878 vor den Kopf gestossen, aber dennoch einen durchschlagenden Erfolg verbucht.

Erstmals in der Schweiz widmet das Kunsthaus Zürich Wilhelm Leibl, einem wichtigen Vertreter des Realismus, eine Restrospektive. Die Ausstellung «Wilhelm Leibl. Gut sehen ist alles!» dauert vom 25. Oktober bis 19. Januar.

Wilhelm Leibl (1844-1900) - Wer? Der Künstler gilt als einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts und als einer der wichtigsten Vertreter des Realismus. Dennoch ist er heute nur noch einem kleinen Kreis von Künstlern, Sammlern und Interessierten bekannt. Dem will das Kunsthaus Zürich nun Abhilfe schaffen.

Zu sehen sind über hundert Werke, aus eigenen Beständen, vor allem aber Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Schweiz und den USA. Dabei stehen rund 60 Zeichnungen den Gemälden gleichwertig zur Seite, wie das Kunstmuseum Zürich in einer Mitteilung von Donnerstag schreibt.

Leibl hat vor allem Bildnisse und Interieurs mit ländlichen Figuren gemalt. An diese Malerei stellte er rigorose Wahrheitsansprüche: Wahrheit und künstlerische Form waren ihm wichtiger als die Idealisierung der Wirklichkeit. Damit begründete er eine eigenständige und moderne Figurenmalerei und beeinflusst Künstler bis heute, beispielsweise Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Beckmann oder Wolfgang Tilmans. Parallelen wie Unterschiede gibt es auch zu Albert Anker.

Bilder all dieser Künstler aus der Sammlung des Kunsthauses können in Kombination mit der aktuellen Leibl-Ausstellung besichtigt werden, schreibt das Kunsthaus weiter.

Im Anschluss an die Ausstellung in Zürich wird die Retrospektive in der Albertina in Wien gezeigt.

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