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Kulturstiftung Pro Helvetia lanciert neue Internet-Plattform

Der Präsident des Stiftungsrates Pro Helvetia, Mario Annoni. (Archiv)

Mario Annoni

Der Präsident des Stiftungsrates Pro Helvetia, Mario Annoni. (Archiv)

Die Konkurrenz auf dem internationalen Kulturmarkt wird härter. Mit einer Promotionsoffensive will Pro Helvetia in diesem Umfeld bei ausländischen Kulturveranstaltern das Interesse an Schweizer Künstlerinnen und Künstlern wecken.

Kernstück der Offensive ist die neue Internet-Plattform compass, die gegen 100 "akutelle und tourneefähige Produktionen" aus allen Sparten des Schweizer Kulturschaffens vorstellt. Diese Angebote trügen so etwas wie ein Gütesiegel "approved by Pro Helvetia", sagte der Direktor der Kulturstiftung, Pius Knüsel.

Ausgewählt werden die auf der Plattform vertretenen Produktionen von Kulturschaffenden, die auf Tournee gehen wollen, vom Stiftungsrat. Compass ist zwar vor allem für ausländische Kulturveranstalter und die diplomatischen Missionen der Schweiz im Ausland konzipiert, steht aber allen Internet-Nutzern offen.

Möglich sei das stärkere Engagement für die Promotion, weil dank einer modernisierten Verwaltung der Gesuche Kapazitäten frei geworden seien, erklärte Knüsel vor den Medien. Die Eingabe von Gesuchen soll zunehmend online über www.myprohelvetia.ch erfolgen.

Bereits heute wählen 40 Prozent der Antragssteller diesen Weg, in wenigen Jahren werden es wohl über 90 Prozent sein. Knüsel schwebt vor, den Gesuchsverkehr nicht nur des Bundes, sondern auch der Städte und Kantone dereinst "minimal zu standardisieren" - soweit, wie es in einem föderalistischen System eben möglich ist.

Dank der neuen Instrumente und "straffem Management", wie es hiess, konnte Pro Helvetia den Anteil ihrer administrativen Kosten erstmals unter die Marke von 14 Prozent der Gesamtkosten senken.

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