Kulturpreis

Kulturpreis für «Super-Mario»

Die Stadt Dietikon ehrt in diesem Jahr Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart. Rolf Jenni

Hanspeter Müller-Drossaart

Die Stadt Dietikon ehrt in diesem Jahr Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart. Rolf Jenni

Der Dietiker Stadtrat hat sich für einen der erfolgreichsten Schweizer Schauspieler der letzten Jahre entschieden: Hanspeter Müller-Drossaart, seit 2002 in Dietikon wohnhaft, erhält den mit 5000 Franken dotierten städtischen Kulturpreis.

Matthias Kessler

Er spielte in «Grounding» Mario Corti, der in den letzten Tagen der Swissair vom «Super-Mario» zum Buhmann wurde. Er las als Dorfpfarrer in «Die Herbstzeitlosen» seiner Filmmutter Stephanie Glaser die Leviten. Er spielte in «Jeune homme» einen mittelständischen Druckereibesitzer, der von seinem Sohn erwartet, dass er den Familienbetrieb dereinst weiterführt. Und nicht zuletzt spielte er in «Cannabis» einen konservativen Bundesrat, der sich mit einem jugendlichen Kiffer anfreundet.

Für sein Werk als Schauspieler erhält Hanspeter Müller-Drossaart nun, wie der Dietiker Stadtrat in einer Mitteilung schreibt, den Kulturpreis der Stadt. Der Preis wird seit 2001 alle zwei Jahre an Personen, die in Dietikon leben, die mit Dietikon verbunden sind, verliehen und ist mit einer Prämie in Höhe von 5000 Franken dotiert.

«Hanspeter Müller-Drossaart ist ein Charakterdarsteller, ein hervorragender Filmschauspieler, der in den letzten Jahren immer wieder herausragende Leistungen gezeigt hat. Sein Schaffen wird weitherum anerkannt», begründet Stadtpräsident Otto Müller, der den Vorschlag in den Stadtrat einbrachte, die Wahl. Zudem sei Müller-Drossart, obwohl erst seit dem Jahr 2002 in Dietikon ansässig, hier verwurzelt; man sehe ihn auf der Strasse, im Einkaufsladen, im Restaurant. «Die Stadt ist stolz, Hanspeter Müller-Drossaart als Einwohner zu haben», so der Stadtpräsident.

«Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung», meint Hanspeter Müller-Drossaart seinerseits, der neben seinem filmischen Schaffen zahlreiche Engagements als Theaterschauspieler hatte, unter anderem am Burgtheater in Wien und am Zürcher Schauspielhaus, und im vergangenen Jahr mit «Obsi-nitsi» sein erstes Kabarettprogramm präsentierte.

Gleichzeitig, so Müller-Drossaart, sei er aber auch überrascht, dass ihm diese Ehre bereits jetzt zuteil werde, wohne er doch erst seit einigen Jahren in Dietikon. Allerdings sei er hier schnell heimisch geworden, seine Familile und er fühlten sich ausgesprochen wohl im Limmattal.

«Für mich ist das ein sehr persönlicher Preis», fügt der 54-Jährige an, als Mitglied des «Neumarkt»-Ensembles bereits mit dem Kulturpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet. Dass die Stadt Dietikon ihn ausgewählt habe, «zeigt mir, dass das, was ich mache, dass meine Arbeit wahrgenommen und geschätzt wird». Insofern sei der Preis eine Weiterführung des Publikumkontakts, der ihm am Herzen liege. Und deshalb werde auch die Verleihung vom 8. November für ihn «sehr speziell, sehr berührend».

Die Feier findet, dem Preisträger entsprechend, im Cinéma Capitol an der Bremgartnerstrasse 1 im Rahmen einer Matinée am 8. November ab 10 Uhr statt. Die Laudatio wird dabei von Regisseur Volker Hesse gehalten, der mit Müller-Drossaart am Theater am Neumarkt zusammenarbeitete. Nach der Preisübergabe durch Stadtpräsident Müller ist der Geehrte dann als Bundesrat Alois Mumentaler in «Cannabis» zu sehen.

Die Dietiker Bevölkerung ist zu dieser Veranstaltung eingeladen. Gratis-Tickets können beim Cinéma Capitol unter 044 740 85 67 bezogen werden; die Anzahl Plätze ist limitiert.

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