Festival

Kulturfestival unter Leitung von Luc Bondy in Wien eröffnet

Der Zürcher Luc Bondy

Der Zürcher Luc Bondy

Die Wiener Festwochen, Österreichs international renommiertes Kulturfestival, sind am Abend mit dem traditionellen Konzert vor dem Rathaus der Stadt eröffnet worden.

Während die Intendanten im vergangenen Jahr vor allem erfolgreiche Aufführungen zeitgenössischer Opern präsentierten, steht die Donaumetropole in diesem Jahr ganz im Zeichen des Theaters.

Das Festival unter der Leitung des Zürchers Luc Bondy bietet vom 8. Mai bis 14. Juni insgesamt 40 Produktionen aus 28 Ländern, darunter Christoph Marthalers "Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie". Für die 178 geplanten Vorstellungen sollen mehr als 48 100 Karten verkauft werden.

Die Finanzkrise sei kein Thema, hatte Thetaer-Direktorin Stefanie Carp Anfang April bei der Vorstellung des endgültigen Programms begründet. "Ein Programm wird immer zwei Jahre zuvor gemacht. Aktualität kann nicht brachial eingearbeitet werden", sagte sie.

Immerhin verweist Intendant Luc Bondy im Vorwort des Festwochenprogramms auf die "grösste Weltwirtschaftskrise seit 1929". Doch "Musik, Theater und Performance" seien "seelische Orte, die das rein materialistische Vokabular des Alltags verweigern".

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